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07.06.2017:
 Ausstellung Dalberg und sein Umfeld

Dalberg und sein Umfeld

Anlässlich des 200. Todesjahres Carl von Dalbergs (1744-1817) ist vom 23. Juni bis 25. August im Stadt- und Stiftsarchiv, Schönborner Hof, Wermbachstraße 15, die Ausstellung „Dalberg und sein Umfeld“ zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 22. Juni, um 19.30 Uhr.

Die Ausstellung zeigt Carl von Dalbergs familiäres Umfeld und seinen Bildungsgang und geht vor allem auf seine Tätigkeit als Verwaltungsbeamter, Wissenschaftler, Landesherr und Staatsmann sowie als Förderer von Kunst und Kultur ein. Zu sehen sind unter anderem Portraits Dalbergs aus verschiedenen Lebensphasen, mehrere seiner literarischen Werke, von ihm angefertigte Radierungen sowie von ihm verfasste oder unterzeichnete Schriftstücke. Erstmals in einer Ausstellung präsentiert werden die Urkunde des Königs und späteren Kaisers Maximilian I. (1459-1519) über das Recht des ersten Ritterschlages für ein männliches Mitglied der Familie Dalberg, die Bulle Papst Pius’ VII. über die Verlegung des Erzbischofssitzes von Mainz nach Regensburg (1805) sowie ein Dalbergs Geheimsekretär Urban Stephan (von) Müller zeigendes Gipsrelief.

Carl von Dalberg

Dalberg war als Erzbischof von Mainz, Kurerzkanzler, Fürstprimas und zuletzt als Großherzog von Frankfurt 1802-1813 Aschaffenburgs Landesherr. Er entstammte einem rheinischen Adelsgeschlecht, dessen Mitglieder jahrhundertelang Domkapitulare vor allem in Mainz und Worms, aber auch in Trier und Würzburg stellten. Im 15. und 16. Jahrhundert gelangten zwei Dalbergs auf rheinische Bischofsstühle: Der gelehrte Johann von Dalberg (1455-1503) war von 1482 bis zu seinem Tod Fürstbischof von Worms, und Wolfgang von Dalberg (1538-1601) wurde 100 Jahre später Erzbischof von Mainz und war als solcher Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, welcher das Erzamt des Kanzlers durch Germanien innehatte. Als sein entfernter Verwandter 1802 Erzbischof von Mainz und Bischof von Worms wurde, stand das Ende der geistlichen Territorien unmittelbar bevor. Vier Jahre später endete auch das Alte Reich. Damit erlosch zugleich das ins 15. Jahrhundert zurückgehende Recht der Familie Dalberg, einen der Ihren als ersten vom neuen Kaiser zum Ritter schlagen zu lassen. Anlässlich der Kaiserkrönung Franz’ II. hatte 1792 in Frankfurt am Main letztmals der Reichsherold gerufen: „Ist kein Dalberg da?“ 

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 11 bis 16 Uhr sowie am 1./.2. Juni und 5./6. August von 11 bis 16 Uhr.

Der Eintritt ist frei.