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19.06.2017:

„Aufbruch“ - Aschaffenburger Kulturtage

Unter dem Motto „Aufbruch“ zeigen die 18. Aschaffenburger Kulturtage zehn Tage lang das reiche Kulturangebot der Stadt. Private, städtische, staatliche und kirchliche Einrichtungen beteiligen sich vom 29. Juni bis 9. Juli mit mehr als 100 Veranstaltungen. Höhepunkt ist dabei die Museumsnacht am Samstag, 8. Juli. Oberbürgermeister Klaus Herzog eröffnet die Kulturtage am Donnerstag, 29. Juni, auf dem Karlsplatz. Anschließend wird bei einem Open-Air-Konzert der Funky Style Coalition die goldene Ära des Motowns lebendig.

Die diesjährigen Kulturtage sind Bestandteil des Jubiläumsjahres „200 Jahre Dalberg – 500 Jahre Luther“. Beide Persönlichkeiten stehen für den Aufbruch in eine neue Zeit. Am 31. Oktober 1517 schickte Martin Luther seine 95 Thesen nach Aschaffenburg an den damals mächtigsten deutschen Kirchenfürsten, Albrecht von Brandenburg, und läutete damit die Reformation ein. 300 Jahre später erblühte Aschaffenburg unter Carl Theodor von Dalberg im Geiste der Aufklärung.

Anlässlich der Kulturtage erinnert Aschaffenburg nicht nur an herausragende, mit der Stadt verbundene Ereignisse und Personen. Vielmehr werden die historischen Aufbrüche in Ausstellung, Film, Theater, Musik, Rundgängen und Diskussionen auf die Gegenwart bezogen.

Ausstellungen

Der Neue Kunstverein zeigt im Kunstlanding Werke von zwölf Künstlern aus Los Angeles, die Kunsthalle Jesuitenkirche widmet sich dem bekannten Künstler Johannes Heisig, zwei Tuschmaler stellt die auf zeitgenössische Kunst aus China spezialisierte Galerie 99 aus und expressionistische Bilder von Malern der Künstlergruppen „Brücke“ und „Der Blauer Reiter“ sind im Kirchnerhaus zu sehen. Im Martinushaus erzählt eine von Udo Breitenbach konzipierte Ausstellung von der künstlerischen Avantgarde in Aschaffenburg und Spessart: Genies wie Ernst Ludwig Kirchner, Georg Muche oder Christian Schad hatten enge Beziehungen zu Stadt und Umland.

Die Mörswiese am Main verwandelt sich zu einem Künstlerdorf und beherbergt über 40 Künstlerinnen und Künstler aus der Region, die Bewohner des Künstlerhauses M27 öffnen in einer ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik ihre Ateliers und in der Galerie Nelly 5 sind lokal verwurzelte Künstler jeweils mit einem Schwarzweiß-Portrait von Wolfram Eder und mit einem Kunstwerk präsent. Der Ausstellungsraum Kornhäuschen feiert anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums sich selbst.

In einer Studio-Ausstellung im Stiftsmuseum kann man einen Blick auf eine Kopie des berühmten Briefes werfen, den Luther samt der 95 Thesen nach Aschaffenburg schickte. Das Stadt- und Stiftsarchiv beschäftigt sich im Schönborner Hof mit dem ehemaligen Landesherrn Carl von Dalberg und den Beziehungen zu den Geistesgrößen seiner Zeit.

Open-Air-Kino, Theater und Kabarett, Musik

Das Casino und die Kino Passage verlegen ihre Kinosäle in den Park Schöntal und in den Nilkheimer Park – zu sehen sind Filme wie „Plötzlich Papa“, „Lommbock“ oder „Willkommen bei den Hartmanns“. Das Erthaltheater ist mit Goethes Faust vertreten, Kabarettprogramme kommen zum Beispiel von Norbert Meidhof oder Suchtpotenzial, ein Poetry Slam sowie ein Soulkonzert von Ten of a Kind und die Comedy-Show Tetra Pack erobern den Karlsplatz und „die Tabutanten“ laden zum Improvisationstheater ein. Das Aschaffenburger Kult-Orchester spielt im Nilkheimer Park neben klassischer Orchesterliteratur auch Pop- und Rocksongs.

Die Initiative „Gelebte Heimat miteinander“ veranstaltet eine Podiumsdiskussion im Stadttheater mit den Aschaffenburger Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2017. Im Anschluss spielt auf dem Karlsplatz die Band Hiss Balkan-Blues und Wildwest-Walzer.

Eine Klanginstallation in der Kastanienallee zwischen Kornhäuschen und Schloss widmet sich Carl Theodor von Dalberg auf akustische Weise. Ein Kammerkonzert mit Liedern von Dalbergs Hofmusikdirektor Sterkel erklingt im Festsaal des Parks Schönbusch.

Angebot für Kinder, Führungen und Rundgänge

Der Kinder-Kultur-Tag lockt mit einem kunterbunten Programm Familien in den Nilkheimer Park. Im Stadttheater erzählt das Musical „Das Dschungelbuch“ die Geschichte von Findelkind Mogli, Panther Baghira und Bär Balu. Im Park Schönbusch werden Märchen für Erwachsene und Kinder erzählt.

Eine „ökumenische Schatzsuche“ unter der Führung von den Dekanen Wolfgang Kempf und Rudi Rupp thematisiert bei einem Rundgang sowohl die konfessionelle Geschichte als auch die ökumenische Gegenwart der Stadt. Weitere Führungen werden zum Beispiel zu Luthers berühmten Brief oder zu Herigoyen, Dalbergs berühmten Architekten, angeboten.

Museumsnacht

Die Aschaffenburger Museumslandschaft mit den Glanzpunkten Schloss Johannisburg und Pompejanum in einer Nacht entdecken – das geht nur in der Museumsnacht. Zudem kann man am Samstag, 8. Juli, von 19 bis 0.30 Uhr Kabarett, Konzerte und Kino unter freiem Himmel an den schönsten Plätzen der Stadt erleben. Zahlreiche Galerien haben geöffnet und auch die Kirchen beteiligen sich am Programm. Mit dem nur 5 Euro kostenden Museumsnacht-Ticket erhält man Eintritt zu allen Museen und Veranstaltungsorten.

Alle Infos unter www.aschaffenburger-kulturtage.de

Das gedruckte Kulturtage-Programm liegt der Juniausgabe des kostenlosen Monatsmagazins FRIZZ Aschaffenburg bei. Es kann auch kostenlos unter kulturamt@aschaffenburg.de angefordert werden.

Pressebilder zum Download unter www.stadttheater-aschaffenburg.de/presse