Direktsprung:

Sie befinden sich hier: Startseite, Aktuelles,Aktuelle Meldungen

Inhalt

Aktuelle Meldungen

06.11.2017:

Ab 1. Januar gilt generelle Rauchmelderpflicht

Ab 1. Januar 2018 gilt in Bayern eine generelle Rauchmelderpflicht. Seit 2013 gilt die Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten. Nun müssen auch bereits bestehende Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein.

Die Bayerische Bauordnung (Art. 46 Abs. 4 BayBO) sieht vor, dass in allen Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen, Rauchwarnmelder einzubauen sind. Verantwortlich für den Einbau ist der Eigentümer der Wohnung, für die Betriebsbereitschaft der Besitzer, bei einer Mietwohnung also der Mieter.

Rauchwarnmelder, die in Deutschland in Verkehr gebracht und gehandelt werden dürfen, müssen eine CE-Kennzeichnung nach DIN EN 14604 tragen.

Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

Hintergrund

In Deutschland sterben pro Jahr rund. vierhundert Menschen durch Feuer und vor allem auch Rauch. Über 5.000 Menschen werden bei Bränden verletzt, die Sachschäden betragen mehrere Millionen Euro. Besonders gefährlich ist der bei Wohnungsbränden entstehende Rauch, weil er sich um ein Vielfaches schneller verbreitet als Feuer. Ungefähr 90 Prozent der Brandtoten starben an einer Rauchvergiftung.  Schon in wenigen Sekunden kann die gewohnte Umgebung so stark verrauchen, dass Lebensgefahr besteht.

Trotz gutem baulichem Brandschutz und aller Vorsicht und Aufmerksamkeit ist letztlich niemand davor geschützt, dass nicht auch in der eigenen Wohnung ein Brand entstehen kann. Defekte an einer elektrischen Leitung oder einem Gerät, Unachtsamkeit im Haushalt, eine brennende Zigarette oder mit Feuer spielende Kinder - so entsteht schnell ein Brand, der häufig nicht sofort bemerkt wird. Oft schwelen solche Brandherde über Stunden. Sind Möbel oder andere Gegenstände mit hohen Kunststoffanteilen betroffen, entwickelt sich beim Verbrennen besonders giftiger Rauch.

Wer im Schlaf überrascht wird, kann in kurzer Zeit durch Rauchgase das Bewusstsein verlieren. Im schlimmsten Fall erstickt man, ohne auch nur einen Hustenreiz zu verspüren. Rauchmelder können in solchen Situationen Leben retten. Durch einen lauten Warnton werden Menschen selbst aus tiefem Schlaf geweckt. So verschaffen Rauchmelder die nötige Zeit, um zu fliehen und die Feuerwehr zu rufen oder möglicherweise den Brand selbst zu bekämpfen.

Grundsätzlich gehören Rauchwarnmelder an die Zimmerdecke, da sich Brandrauch immer zuerst unter der Decke sammelt. Informationen zu Standortwahl, Montage und Wartung und gegebenenfalls Anleitungen zum Batteriewechsel sind in den Herstelleranweisungen bzw. Betriebsanleitungen enthalten, die zusammen mit den Rauchwarnmeldern geliefert werden müssen.

Regelmäßig wiederkehrende Prüfungen der Betriebsbereitschaft von Rauchwarnmeldern sind baurechtlich nicht vorgeschrieben. Es sollte jedoch einmal jährlich eine Funktionsprüfung der Rauchwarnmelder durch Betätigen der Test-Taste durchgeführt werden. Mit dieser Testfunktion wird der Melder komplett gemäß DIN EN 14604 geprüft.

Nähere Informationen gibt es beim Bauordnungsamt, Horst Rung, Telefon 06021 330-1497

Ausführliche Informationen stellt auch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr zur Verfügung:

www.innenministerium.bayern.de/assets/stmi/buw/baurechtundtechnik/iib7_rauchwarnmelderpflicht_fragen_und_antworten_201512.pdf