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15.01.2018:
 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte verschiedener Schulen informierten sich über das Projekt

Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte verschiedener Schulen informierten sich über das Projekt Foto: Ralf Hettler

Bäume für die Menschenrechte

Bei einer Veranstaltung mit Filmvorführung am 10. Januar im Casino-Kino haben sich Aschaffenburger Schulen über das städtische Projekt „Bäume für die Menschenrechte“ informiert. Über die Stadt verteilt sollen Bäume gepflanzt werden, die einem der 30 Menschenrechtsartikel gewidmet sind. Eingeladen hatte das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz.

Nach einer informativen Einführung von Bürgermeister Jürgen Herzing stellten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Maria-Ward-Schule und des Kronberg-Gymnasiums ihre bereits umgesetzten Projekte vor. Bisher wurden Bäume am Kronberg-Gymnasium, im Offenen Schöntal und am Brentanoplatz gepflanzt.

Die Schülerinnen der Maria-Ward-Schule hatten sich für Artikel drei der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person“ entschieden und zogen ein positives Fazit: „Insgesamt empfanden wir es als ein sehr schönes, für uns bereicherndes Projekt, das nur weiterzuempfehlen ist. Gerade auch, weil die Erinnerung an die Menschenrechte aufrechterhalten werden sollte.“

Neben Lehrerin Anna Schreiber und Schulleiter Kai Arne Richter von der Maria-Ward-Schule sowie Lehrerin Silvia Langenbrinck vom Kronberg-Gymnasium waren Frau Hahn (FOS/BOS) und von der Mozartschule Schulleiterin Martina Rack als interessierte Zuhörer zu Gast.

Das Projekt

Das Projekt ist eine gemeinsame Aktion des Amtes Umwelt und Verbraucherschutz, des Garten- und Friedhofsamts und des Bildungsbüros der Stadt Aschaffenburg. Über die Stadt verteilt sollen Bäume gepflanzt werden, die einem der 30 Menschenrechtsartikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 gewidmet sind. Neben den Bäumen soll ein Steinfindling oder ähnliches stehen, auf denen das von den Pflanzern ausgewählte Menschenrecht in Deutsch und einer weiteren Sprache zu lesen ist.

Interessierte Gruppen oder Einzelpersonen setzten sich intensiv mit der Menschenrechtserklärung auseinander. Aus den 30 Artikeln suchen sie sich einen Artikel heraus, dem sie ihrem Baum widmen. Den Ankauf des Baums, des Steinfindlings und der Tafel finanziert die Gruppe. Bei der Wahl des Baumes und des Pflanzortes werden die Gruppen vom Garten- und Friedhofsamt beraten und unterstützt. Soweit sich der Pflanzort im öffentlichen Raum befindet, wird die weitere Pflege von der Stadt Aschaffenburg übernommen.

Die Idee geht von dem gleichnamigen Projekt der Stadt Nürnberg aus, ausgelöst vom „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“. Innerhalb des Geländes auf der Wöhrder Wiese steht eine Eiche, die Teil der Großskulptur „7000 Eichen“ von Joseph Beuys ist, die vor 26 Jahren in Kassel bei der documenta startete. In Fortführung dieser Aktion haben nun die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch das Projekt „Bäume für die Menschenrechte“ in der ganzen Stadt Wurzeln geschlagen.

Interessierte Schulen und Gruppen können sich an Andreas Jung wenden, Amt für Umwelt und Verbraucherschutz, Telefon 06021-330 1491, E-Mail: andreas.jung@aschaffenburg.de