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Projekte

Die Bestände des Stadt- und Stiftsarchivs enthalten vielschichtige Informationen über besondere Ereignisse oder Jubiläen und ganz alltägliche Lebenssituationen. Um Vergangenes lebendig zu machen, werden zu besonderen Anlässen ausgewählte Quellen zusammengestellt  und präsentiert. Außerdem unterstützt das Archiv aktuelle Forschungsvorhaben und Schulprojekte.

Schlaglichter - Aschaffenburg im Ersten Weltkrieg
  • Hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs werden seit August 2014 im Stadt- und Stiftsarchiv ausgewählte Dokumente und Objekte gezeigt, die die Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung Aschaffenburgs und den zunehmend von der Mangelwirtschaft geprägten Alltag deutlich machen.

    Monatliche Schlaglichter rücken die unterschiedlichen Aspekte in den Blickpunkt und stellen immer wieder den lokalen Bezug her, der sich beispielsweise in der Einrichtung der zahlreichen Lazarette oder anhand persönlicher Schicksale zeigt.

    Die Präsentation wechselt jeweils zum 1. Samstag im Monat und ist während der Öffnungszeiten des Stadt- und Stiftsarchivs im 1. Stock zugänglich.

    Fragen und Anregungen nehmen wir gerne entgegen, bitte wenden Sie sich an:

    Stadt- und Stiftsarchiv
    Stephanie Goethals
    Wermbachstr. 15
    63739 Aschaffenburg

    Telefon:
    +49 6021 45 61 05 12
    Telefax:
    +49 6021 2 95 40
    Email:
  • Handzettel herausgegeben von der Deutschen Reichsbank, Frühjahr 1917 (aus: SSAA, Kriegssammlung Hirsch)

    Handzettel herausgegeben von der Deutschen Reichsbank, Frühjahr 1917 (aus: SSAA, Kriegssammlung Hirsch)

    Schlaglicht Mai 1917

    Zeichnet Kriegsanleihen!

    Im Frühjahr 1917 gab die Reichsbank die sechste Kriegsanleihe aus und forderte die deutsche Bevölkerung zum wiederholten Mal zur Zeichnung auf. Zwischen 1914 und 1918 nahm das Deutsche Reich mit insgesamt neun Kriegsanleihen 98 Milliarden Mark ein und konnte mit den von den Zeichnern gewährten Krediten etwa 60 % der Kriegskosten decken.

    Zur Steigerung des Absatzes wurde die Ausgabe der Anleihen von massiver Propaganda begleitet. Anleger sollten nicht nur mit Appellen an die patriotische Gesinnung gewonnen werden, auch mit der kriegsentscheidenden Bedeutung einer solchen Anleihe wurde argumentiert. Der Einsatz von Kinderbildern oder Szenen junger Frauen zeigen eine große Bandbreite an Elementen moderner Werbepsychologie. Aber auch andere Bildprogramme wurden verwendet, so zum Beispiel die Darstellung eines englischen Löwen, der unter dem Druck moderner Waffen und Stellungen am Boden kriecht.

    Die Künstler, vielfach offizielle Militärmaler, wurden mit der Anfertigung von Entwürfen beauftragt, aus denen das Präsidium der Reichsbank dann eine Auswahl treffen konnte.