Direktsprung:

Sie befinden sich hier: Startseite, Kultur & Tourismus,Bibliotheken & Archive,Stadt- und Stiftsarchiv, Projekte

Inhalt

Projekte

Die Bestände des Stadt- und Stiftsarchivs enthalten vielschichtige Informationen über besondere Ereignisse oder Jubiläen und ganz alltägliche Lebenssituationen. Um Vergangenes lebendig zu machen, werden zu besonderen Anlässen ausgewählte Quellen zusammengestellt  und präsentiert. Außerdem unterstützt das Archiv aktuelle Forschungsvorhaben und Schulprojekte.

Schlaglichter - Aschaffenburg im Ersten Weltkrieg
  • Hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs werden seit August 2014 im Stadt- und Stiftsarchiv ausgewählte Dokumente und Objekte gezeigt, die die Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung Aschaffenburgs und den zunehmend von der Mangelwirtschaft geprägten Alltag deutlich machen.

    Monatliche Schlaglichter rücken die unterschiedlichen Aspekte in den Blickpunkt und stellen immer wieder den lokalen Bezug her, der sich beispielsweise in der Einrichtung der zahlreichen Lazarette oder anhand persönlicher Schicksale zeigt.

    Die Präsentation wechselt jeweils zum 1. Samstag im Monat und ist während der Öffnungszeiten des Stadt- und Stiftsarchivs im 1. Stock zugänglich.

    Fragen und Anregungen nehmen wir gerne entgegen, bitte wenden Sie sich an:

    Stadt- und Stiftsarchiv
    Stephanie Goethals
    Wermbachstr. 15
    63739 Aschaffenburg

    Telefon:
    +49 6021 45 61 05 12
    Telefax:
    +49 6021 2 95 40
    Email:
  •  Foto von vier Leiderer in: Unsere Jäger, Aschaffenburg 1936, Seite 129 (SSAA, Landeskundliche Bibliothek Ae 24)

    Foto von vier Leiderer Kriegern in: Unsere Jäger, Aschaffenburg 1936, Seite 129 (SSAA, Landeskundliche Bibliothek Ae 24)

    Schlaglicht Dezember 2017

    Von der schönen blaue Donau und den drei Leiderer Kriegern

    In einem zehnseitigen Brief an seine „lieben, besorgten Eltern“ beschreibt der Zugführer Georg den Einsatz seiner Einheit – der 3. Kompanie des 2. Jägerbataillons – im serbischen Feldzug zwischen Oktober und Dezember 1915.

    Der Brief beginnt mit der Ankunft im südwestlichen Rumänien und der Donau­überquerung bei Baziaș im Verband der Heeresgruppe Mackensen bzw. der 11. Armee unter der Führung des preußischen Generals Max von Gallwitz. Er vermittelt die Wahrnehmung der Landschaft und der fremden Kultur des Balkans. Nicht allein Regen und Schlamm, aufgeweichte Straßen, Kälte und Hunger prägen die folgenden Wochen, die mit verschiedenen Einsätzen im unwegsamen Gebirge verbunden sind. Besonders erwähnt wird immer wieder die gegenseitige Fürsorge der Kameraden: „Wir halten zusammen, wir drei Leiderer Krieger, was der eine nicht hat, hat der andere.

    Das Schriftstück entdeckte der Aschaffenburger Mario Schwind im vergangenen Sommer auf einem Flohmarkt. Gemeinsam mit Chris Boonzaier, der an einer Internetseite über den Ersten Weltkrieg mitwirkt (www.kaiserscross.com), recherchierte er die Zusammenhänge, jedoch ist es den beiden bestens mit der Geschichte des 2. Jägerbataillons und dem Ersten Weltkrieg vertrauten Hobbyhistorikern bisher nicht gelungen, die Identität des Schreibers eindeutig festzustellen.