Klima & Nachhaltigkeit

Die Stadt Aschaffenburg stellt sich aktiv den Herausforderungen unserer Zeit: Klimawandel, Energiewende und der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen sind zentrale Aufgaben für eine lebenswerte Zukunft. Unter dem Leitthema Klima und Nachhaltigkeit bündeln wir unsere Aktivitäten und Konzepte, um ökologische, wirtschaftliche und soziale Verantwortung miteinander zu verbinden – zum Wohl heutiger und kommender Generationen.


Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit verstehen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Ob beim Schutz unserer Freiräume und Grünflächen, in der Mobilitätswende, bei ressourcenschonender Stadtplanung oder im täglichen Handeln – wir gestalten eine Stadt, in der jetzige und kommende Generationen gesund, sicher und mit Würde leben können. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinen Nationen geben hierbei den Rahmen unseres täglichen Handels.

Energie

Themen und Projekte

Logo Gestalter der Energiewende

Eine wesentliche Umweltauswirkung unseres heutigen Energieeinsatzes liegt in der Beeinflussung des Weltklimas durch die freigesetzten Kohlendioxidemissionen (CO2) bei der Verbrennung von Erdgas, Erdöl und Kohle.
Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung des Agenda-21 Prozesses in Aschaffenburg wurde deshalb für die Stadt eine CO2-Bilanz sowie mögliche Zukunftsszenarien durch ein Fachinstitut (ifeu, Heidelberg) erstellt, die dem Arbeitsforum Energie/Bauen eine zielgerichtete Diskussion ermöglicht haben.
Im Rahmen dieses Agenda-Prozesses hat sich die Stadt Aschaffenburg als Leitziel auf das „Klima-Szenario 2010“ = CO2-Reduktion um 20% bis 25% bis 2010 (bezogen auf 1996) - als Agenda-Leitziel und als Selbstverpflichtung geeinigt. In einer neuen ifeu-Studie und einem darüber hinausgehenden regionalen Konzept "Integratives Energie- und Klimakonzept Bayerischer Untermain" werden derzeit die Erfolge der letzten Jahre überprüft und in einem Beteiligungsprozeß neue Ziele sowie ein neuer Maßnahmenkatalog für 2030 erarbeitet.

Energieberatung in Aschaffenburg – Wo finde ich was?

Die schwindenden Ressourcen, der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Energiekrise mit steigenden Preisen oder die Belastung für das Klima und die Umwelt: Es gibt ausreichend Gründe für Immobilienbesitzer und Mieter Energie zu sparen und effizient einzusetzen. Aber an wen kann ich mich wenden, wenn ich mich über Maßnahmen zur Energieeinsparung informieren möchte?
Erste Informationen erhalten Sie im Amt- für Umwelt- und Verbraucherschutz der Stadt Aschaffenburg. Hier werden Sie unabhängig über Fördermöglichkeiten und Ihre weiteren Schritte beraten. Des Weiteren gibt es die Energieberatung im Rathaus durch den Verbraucherservice Bayern. Hier gibt es unterschiedliche Beratungsangebote wie beispielsweise den Gebäudecheck mit einer Beratung vor Ort. 
Mit der Aschaffenburger Versorgungs GmbH AVG steht auch ein Energieversorger als Ansprechpartner zur Verfügung.
Natürlich sind die ausführenden Handwerksbetriebe, Energieeffizienzexperten und die Architekten als gewerbliche Akteure enorm wichtig um die notwendigen Maßnahmen wie Heizungstausch, Dämmmaßnahmen oder Optimierung von bestehenden Anlagen zu planen und durchzuführen.
Eine Übersicht mit Ansprechpartnern und Links erhalten Sie hier:

Vortragsreihen zum Thema Energiesparen

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Aschaffenburg und dem Bund der Energieverbraucher bietet das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz regelmäßig Vorträge zu aktuellen Energiesparthemen an.

Auch die Stadt Aschaffenburg will mit der energetischen Sanierung des Rathauses mit gutem Beispiel vorangehen.

Kontakt

Ergänzende Links

Klimaanpassung

Klima-Quartier Damm

Klimaschutz

EnergieKlimakonzeptBU

Die Stadt Aschaffenburg hat früh erkannt, dass Klimaveränderung und Klimaschutz wichtige Themen für die Zukunft sind. Sie ist bereits im Jahr 1993 dem Klimabündnis Europäischer Städte beigetreten und hat sich den dort formulierten Zielen zum Klimaschutz - Reduzierung der Treibhausgasemissionen - verpflichtet.

Klimabündnis Europäischer Städte

ausgewählte Klimaschutzprojekte

Thermographie-Projekt

Die ehemaligen winterlichenen Gemeindschaft-Thermografiespaziergänge (Strietwald, Obernau, Leider) wurden durch ein Regional-Programm ersetzt. Dies gilt nun für die gesamte Stadt und die Nachbarlandkreise. Die Organisation obliegt unserer Energie-Agentur Bayerischer Untermain. Die neue Thermografie-Aktionen  werden verknüpft mit einer geförderten, individuellen Energieberatung durch Verbraucherservice-Bayern.

Klimaschutz in Aschaffenburg

Das in einem einjährigen Beteiligungsprozess erarbeitete „Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept Bayerischer Untermain“ sieht bis zum Jahr 2030 das Erreichen besonderer Zielwerte vor. Als eines der wichtigsten Ergebnisse wurden folgende Klimaschutz-Ziele sowohl für Aschaffenburg als auch für die gesamte Region ermittelt und beschlossen:

  • Die Haushalte reduzieren ihren Wärmebedarf um 50% und ihren Strombedarf um 20%. (Bei der Stromreduktion sind neuartige Stromverbraucher wie Wärmepumpen oder E-Cars nicht gegengerechnet.)
  • Öffentliche Liegenschaften übernehmen dazu mit ihrem Energiemanagement wichtige Vorbildfunktionen.
  • Die Wirtschaft trägt durch verstärkte Effizienzanstrengungen zur Einsparung von Energie in allen drei Sektoren Wärme, Strom und Verkehr bei.
  • Unseren um ¼ reduzierten Energiebedarf im Jahre 2030 decken wir im Strombereich zu 50 % und im Wärmebereich zu 25% aus regionalen erneuerbaren Energiequellen.
  • Im Miteinander von erneuerbarer und konventioneller Energieerzeugung auf regionaler Ebene ist die Bereitstellung von gesicherter Leistung, Regelenergie (z. B. durch moderne Gas-BHKWs) und Nutzung von Koppelwärme anzustreben.
  • Zur Sicherstellung der Wertschöpfung vor Ort und der Versorgungssicherheit werden entsprechende regionale Umsetzungsstrukturen gestärkt / geschaffen.
  • Im Mobilitätsbereich wird eine CO2-Reduktion um 20 % angestrebt, u.a. durch Verdopplung des ÖPNV-Anteils (Der Einsatz von 20% CO2-freundlicher Treibstoffe (Bio)Methan, Biokraftstoffe und Grünstrom basiert ggf. auf überregionalen Quellen).

Wir –also Bürger, Unternehmen und Kommunen – reduzieren damit bis 2030 unseren CO2-Ausstoß um mindestens 40 % gegenüber 2009.

Bürger und Unternehmen, die sich mit Projektideen beteiligen möchten, können sich unter unten angegebener Adresse melden.

Kommunaler Wärmeplan in Aschaffenburg

Umweltplanung

Bild vergrößern: Grünes Rad der Stadt Aschaffenburg
Grünes Rad der Stadt Aschaffenburg

Die Umweltplanung beschäftigt sich mit dem Landschaftsplan, der Planung von Freiräumen, Erfassung und Kennzeichnung, Überwachung und Sanierung von Altlasten und Kampfmittelverdachtsflächen sowie den klimatischen Bedingungen.

Der Landschaftsplan ist ein Plan mit einem längerfristigen Planungszeitraum und stellt die Grundlage für den Schutz, die Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft dar. Hier sind die Ziele und Maßnahmen für den nachhaltigen Umgang mit Natur und Landschaft festgelegt.

Die Freiraumplanung hat sich das Ziel gesetzt, einen zusammenhängenden und gesamtstädtischen Grüngürtel, das "Grüne Rad" zu entwickeln und umzusetzen.

Die Umweltplanung bietet Ihnen Information über die Kampfmittelverdachtsflächen sowie zu klimatischen Be- und Entlastungsbereiche im Stadtgebiet.

Grundstücksbezogene Informationen zu Altlastenverdachtsflächen erhalten Sie aus dem Kataster ABuDIS (Altlasten-, Bodenschutz- und Deponieinformationssystem) gegen eine Gebühr.

Veranstaltungsarchiv