Inhalt
Die schönsten Brunnen
Aschaffenburg ist eine Stadt der Brunnen. Ob aus Anlass eines Jubiläums oder als Abschluss einer Siedlungsbebauung, ob als Zierde für eine Grünanlage oder nur als Mauerschmuck, es scheint in Aschaffenburg immer einen Grund gegeben zu haben, Brunnen zu bauen.
-
Janusbrunnen
Der Janusbrunnen steht in der Stiftsgasse. Janus ist eine der ältesten römischen Gottheiten. Er ist der Gott der Tore, des Ein- und Ausgangs, im übertragenen Sinne jeglicher Art von Anfang. Janus hat zwei Gesichter und kann daher sowohl nach vorne als auch nach hinten blicken.
Erbauer: Helmut Massenkeil, Bildhauer (1998)
-
Eulenbrunnen
Der Eulenbrunnen steht in der Stiftsgasse vor dem ehemaligen Stiftshaus. Die Eule hat zu allen Zeiten eine große Faszination auf die Menschen ausgeübt. Viele verschiedene Eigenschaften werden ihr zugeschrieben. In Indien steht die Eule für Weisheit. Im Altertum wurde sie als kluger Vogel und Hüterin des Wissens verehrt. Im mittelalterlichen Europa stand sie als Verbündete der Hexen, Tod und Unheil. In weiten Teilen Asiens wurde die Eule als Behüterin, gottverwandt und als Schutz vor bösen Mächten gesehen. Und in Ägypten zieren Eulen viele Grabmale und man verwandte sie sogar als Buchstabe. Eben diese Gegensätzlichkeit hat den Künstler des Eulenbrunnens fasziniert.
Erbauer: Helmut Massenkeil, Bildhauer (1992)
-

Stiftsbrunnen
Der Stiftsbrunnen ist im 2. Weltkrieg zerstört worden. 1998 haben ihn Schüler der Aschaffenburger Meisterschule für Steinmetze und Steinbildhauer originalgetreu wieder errichtet. Er wurde ursprünglich 1882 zur Erinnerung an das 900 jährige Jubiläum der Stiftskirche und dem 1000 jährigen Bestehen der Stadt gebaut.
-
Schöntalbrunnen
Das Schöntal ist ein historischer Park im englischen Gartenstil. Neben dem Naturgenuss an den abwechslungsreichen Pflanzen, dem Magnolienhain zur Blütezeit im April gibt es auch einen Duft- und Tastgarten. In ihm hat das Städtische Garten- und Friedhofsamt 1998 einen Brunnen errichtet.
-
Ludwigsbrunnen
Der Ludwigsbrunnen ist ein monumentales spätklassizistisches Denkmal für den bayerischen König Ludwig I. (1825-1848), der Aschaffenburg zu seiner Sommerresidenz gewählt hatte und es das in Deutschland einmalige Pomepjanum errichten ließ. Der Brunnen wurde 1897 errichtet und stand damals im Schöntal. Seit 1969 befindet er sich auf der Großmutterwiese.
Paul Pfann, Architekt
Ernst Pfeifer, Bildhauer -
Steinwasserlicht
Die Brunnenanlage befindet sich an der Glattbacher Überfahrt.
Erbauer: Werner Sauer, Bildhauer (1986)
-
Zeitwagen
Der Wolfsthalplatz ist der ehemalige Standort der Synagoge. Der Name erinnert an den Bankier und Wohltäter der Stadt Aschaffenburg Otto Wolfsthal (1872-1942), der mit sechs Glaubensgenossen vor der Deportation im September 1942 seinem Leben ein Ende setzte. Der Platz erhielt 1984 eine Neugestaltung als Gedenkstätte; an der Stelle der Synagoge wurde ein Platanenhain angelegt. Auf dem Platz befindet sich eine Wasserskulptur.
Erbauer: Rainer Stoltz, Bildhauer (1992)
-

Brentanobrunnen
Fast versteckt liegt der filigrane Brunnen in der Mälzereipassage zwischen Steingasse und Treibgasse. Dargestellt werden Szenen aus dem italienischen Märchen vom Myrthenfräulein des Dichters Clemens Brentano (1778 - 1824).
Erbauer: Bernhard Vogler, Bildhauer (1987)
-
Möwenbrunnen
Während sich Möwen tagsüber in Kleingruppen zur Nahrungssuche weiträumig verteilen, bilden sie in den Abendstunden große Schlafgemeinschaften, die oft auch aus großer Entfernung angeflogen werden. Ein solcher Schlafplatz befindet sich in Aschaffenburg im Leiderer Hafen. Die in Aschaffenburg überwinternden Möwen waren die Inspiration für den Künstler des Möwenbrunnen, der im Stadtteil Leider auf dem St.-Lukas-Platz steht.
Erbauer: Gunter Ullrich, Maler und Bildhauer (1995)
-
Der Brunnen auf dem Friedrich-Krane-Platz wird von den Einheimischen liebevoll „Leiderer Schwellkopp“ genannt. Erbaut wurde er 1978 vom ehemaligen Leiter der Aschaffenburger Meisterschule für Steinmetze und Steinbildhauer Erwin Rager.
-
Geschwister-Scholl-Brunnen
„Wir schweigen nicht, wir sind euer böses Gewissen." (Aus einem Flugblatt der Weißen Rose)
Es ist der 18. Februar 1943. Hans und Sophie Scholl werden entdeckt, als sie die restlischen Flugblätter der Widerstandsgruppe „Die weiße Rose“ in den Lichthof der Münchner Universität werfen. Der Versuch, in der Menge unterzutauchen, mißlingt. Vier Tage später werden beide hingerichtet. Hans ist 24, Sophie 21 Jahre jung.
Der Geschwister-Scholl-Brunnen auf dem gleichnamigen Platz erinnert an Hans und Sophie Scholl.
Erbauerin: Helena Papantonioy, Steinbildhauerin (1999)
-
Geißenbrunnen
Dank ihrer überaus großen Anpassungsfähigkeit war die Ziege oder auch Geiß wahrscheinlich eines der ersten Haustiere des Menschen (schon vor zwölftausend Jahren, wie Funde im Iran belegen). Man sagt, dass es im Stadtteil Obernau keinen Stall gab, in dem nicht auch eine Ziege stand.
Erbauer: Gerhard Gröters, Steinbildhauer (1995)

