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05.06.2018:

Weidende Landschaftspfleger im „Röderbachtal“

Ab diesem Jahr sollen „Pinzgauer“ Rinder im nordöstlichen Teil des „Röderbachtals“ die Pflege der wertvollen Feuchtwiesen übernehmen. Gemeinsam mit dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, dem Grünlandmanager des Naturparks Spessart, der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Aschaffenburg und der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Aschaffenburg startet die städtische Naturschutzbehörde mit dem ortsansässigen Landwirt Michael Schmitt und seinen „Pinzgauern“ ein Beweidungsprojekt. Versuchsweise sollen die Rinder im Sommer auf wechselnden Bereichen weiden. 

Der geschützte Landschaftsbestandteil „Röderbachtal“ ist ein Feuchtgebietskomplex im nordöstlichen Teil des Stadtgebiets Aschaffenburg, der wegen seiner großen Bedeutung für seltene Tier- und Pflanzen von der EU als NATURA2000 bzw. Fauna- Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesen wurde. Um diesen wertvollen Lebensraum vor allem für Amphibien, Tagfalter, Vögel und Heuschrecken langfristig zu erhalten, die Strukturvielfalt zu erhöhen und die Artenvielfalt zu fördern, müssen die Feuchtwiesenbereiche gepflegt werden. Weil die Flächen schwierig zu mähen sind und zunehmend verbuschen, hat die städtische Naturschutzbehörde beschlossen, andere Wege der Landschaftspflege zu gehen.

Die Beweidung mit „Pinzgauer“ Rindern leistet gleich doppelten Artenschutz: Zum einen werden durch das Abgrasen der Rinder die wertvollen offenen Feuchtwiesen für viele vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen erhalten, zum anderen wird eine vom Aussterben bedrohte robuste Haustierrasse geschützt.