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29.10.2018:
 Jean Stock

Jean Stock, der Anfang April 1919 eine kurzlebige Räteherrschaft in Aschaffenburg proklamiert hatte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erster Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg und Regierungspräsident von Unterfranken.

Die Bayerische Revolution und ihre Auswirkungen am Untermain

Das Jahr 2018 steht in Bayern im Zeichen des landesgeschichtlichen Doppeljubiläums 1818 und 1918: 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Verfassungssaat Bayern. Der Begriff „Freistaat“ ist unmittelbar verbunden mit der Person von Kurt Eisner (1867 – 1919), dem ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern. Die Ausstellung im Stadt- und Stiftsarchiv „100 Jahre Revolution in Bayern und Aschaffenburg. Kurt Eisner, der Freistaat und die Räterepublik“ geht direkt auf zentrale Etappen und Ereignisse ein, die zur Staatsgründung geführt haben.

Die Ausstellung ist von 15. November bis 21. Dezember im Schönborner Hof zu sehen und wird am Mittwoch, 14. November 2018, um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses eröffnet. Das Stadt- und Stiftsarchiv ist an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet.

Der Begriff „Freistaat“ geht zurück auf die Zeit der Bayerischen Revolution von 1918 am Ende des Ersten Weltkriegs. Die Ausrufung des „Freistaats“ erfolgte durch Kurt Eisner (1867-1919), den ersten Ministerpräsidenten nach der gewaltlosen Abschaffung der Monarchie. Die Revolution erfasste nicht nur die Landeshauptstadt München, sondern zeigte teils erhebliche Auswirkungen auf die Regionen – bis an den bayerischen Untermain und Aschaffenburg.

Die Ausstellung „100 Jahre Revolution in Bayern und Aschaffenburg. Kurt Eisner, der Freistaat und die Räterepublik“ nimmt wichtige Geschehnisse, Themen und Personen rund um die Ausrufung des Freistaats, die unblutige Revolution Eisners sowie die nach seiner Ermordung ausgerufenen Räterepubliken in den Blick. Die revolutionären Ereignisse in Aschaffenburg wiederum können nur mit dem Wissen über die gesamtstaatliche Entwicklung in Bayern verstanden werden.

Die Aschaffenburger Ausstellung wird als lokalen Protagonisten unter anderem den Sozialdemokraten Jean Stock (1893-1965) in den Blick nehmen. Jean Stock, der Anfang April 1919 eine kurzlebige Räteherrschaft in Aschaffenburg proklamiert hatte, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erster Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg und Regierungspräsident von Unterfranken. Historische Originalobjekte und Filme ergänzen die umfangreiche Ausstellungspräsentation.

Grundlage für die Ausstellungsteile zu Kurt Eisner sind die Recherche und die Objekte der 2017 im Stadtmuseum München gezeigten Ausstellung „Revolutionär und Ministerpräsident - Kurt Eisner 1867-1919“.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 11.00 bis 16.00 Uhr
Samstag/Sonntag, 17./18. November und 1./2. Dezember: 11.00 bis 16.00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Begleitprogramm:
„Revolution digital“ 1918/19 in Web-Portalen zur bayerischen Geschichte und Kultur. Vortrag von Dr. Matthias Bader (München, Bayerische Staatsbibliothek) am 22. November 2018, 19 Uhr, Schönborner Hof (Storchennest)

Öffentliche Führungen durch die Kuratorin Ingrid Scherf:

Donnerstag,15.11. 2018, um 17 Uhr, sowie Freitag, 14.12.2018 um 14 Uhr.

Weitere Informationen:
Stadt- und Stiftsarchiv, Wermbachstr. 15, 63739 Aschaffenburg, stadtarchiv@aschaffenburg.de