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21.06.2018:

„Europa erleben“

Unter dem Motto „Europa erleben“ zeigen die 19. Aschaffenburger Kulturtage ab 28. Juni zehn Tage lang das reiche Kulturangebot der Stadt. Private, städtische, staatliche und kirchliche Einrichtungen beteiligen sich mit fast 100 Veranstaltungen und Ausstellungen. Höhepunkt ist dabei die Kulturnacht am Freitag, 29. Juni.

Die diesjährigen Kulturtage sind Bestandteil des Europäischen Kulturerbejahres 2018. Ein Blick auf das eigene kulturelle Erbe offenbart die geschichtlichen Verbindungen zu anderen europäischen Ländern und die gemeinsamen Wurzeln. Europa besteht seit jeher aus einem engmaschigen Netz des Austausches von Waren und Wertvorstellungen. Die Kulturtage wollen das gemeinsame kulturelle Erbe erlebbar machen und dazu anregen, über dessen Relevanz für unser heutiges Leben nachzudenken.

Ausstellungen

Im Pompejanum, ein weltweit einzigartiger Nachbau eines römischen Wohnhauses, tritt bei einer Sonderausstellung der Staatlichen Antikensammlungen München zeitgenössisches Modedesign mit antiker Kleidung in einen Dialog. Das Kornhäuschen lässt drei junge Künstlerinnen aus Deutschland, Schweden und Dänemark Verbindungen zwischen Schloss Johannisburg, Wahrzeichen der Stadt Aschaffenburg, und dem Schloss Skokloster in Schweden zutage bringen. Im Geburtshaus Ernst Ludwig Kirchners, der als einer der wichtigsten Vertreter des Expressionismus Kunstgeschichte geschrieben hat, werden dessen Lebensstationen schlaglichtartig gezeigt. Die Meisterklasse der Steinmetzschule spürt der Frage nach, was Europa ausmacht und lässt die Ergebnisse in Bronze gießen. Im Alten Forstamt setzen sich Werke von Siegfried Rischar und Objekte von Udo Breitenbach mit Themen der europäischen Kulturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart auseinander.

Führungen und Vorträge

Auf den Europäischen Kulturwegen in und um Aschaffenburg werden geführte Wanderungen angeboten. In der Hofbibliothek beleuchtet ein Vortrag den Spessart als europäische Kulturlandschaft und greift dabei Themen wie das Spessartglas als Handelsware in den Niederlanden oder Spessarteichen in Amsterdam auf. Ein Vortrag über römische Gartenkunst weiß im Pompejanum von Römern zu berichten, die selbst in den entlegensten Winkeln ihres Imperiums ihre Kenntnisse in der Anlage von Zier- und Nutzgärten anwandten. Um die Trommel als Militärinstrument geht es in einem Konzertvortrag in der städtischen Musikschule: Alte Rhythmen aus verschiedenen europäischen Ländern werden vorgestellt und deren Funktionen erläutert.

Theater, Kabarett, Konzerte, Kino

Zu den Kulturtagen kann man an Aschaffenburgs schönsten Orten Kabarett, Theater, Konzerte und Open-Air-Kino erleben. Das neue Stadtoberhaupt aus der Partnerstadt Perth, Dennis Melloy, besucht zu den Kulturtagen Aschaffenburg und bringt drei Musiker mit, die schottische Folkmusik spielen. Ein Improtheater setzt sich mit der großen Familie Europa und ihren skurrilen Familienmitgliedern auseinander, Märchen aus verschiedenen Ländern Europas werden im Martinushaus erzählt und auch der Kinder-Kultur-Tag im Nilkheimer Park findet wieder statt. Beim Parktag Schönbusch werden Führungen durch die Parkarchitekturen, Kutschfahrten und Konzerte angeboten. Der Park gehört zu den bedeutendsten frühen Landschaftsgärten und erzählt viel vom kulturellen Austausch in Europa. In England erfunden, wurde diese Art der Parkgestaltung ab Mitte des 18. Jahrhunderts in ganz Europa stilbildend. Durch kleine Bauwerke, wie zum Beispiel griechische Tempel, wird der Spaziergänger zum Reisenden in andere Länder und Zeiten.

Kulturnacht

In der Kulturnacht am Freitag, 29. Juni, haben zahlreiche Galerien und Ausstellungshäuser geöffnet und geben einen Einblick in die umtriebige Kunstszene der Stadt. Konzerte gibt es im Schlosshof, im Alten Forstamt, in der Stiftsbasilika und in der Christuskirche. Der Eintritt ist frei. Die städtischen und staatlichen Museen sowie der Schlossgarten haben in der Kulturnacht wegen Bauarbeiten in der Altstadt dieses Jahr nicht geöffnet.

Das gedruckte Kulturtage-Programm liegt der Juniausgabe des kostenlosen Monatsmagazins FRIZZ Aschaffenburg bei. Es kann auch kostenlos unter kulturamt@aschaffenburg.de bestellt werden.

Mehr Infos unter www.aschaffenburger-kulturtage.de

Pressefotos können unter www.stadttheater-aschaffenburg.de/presse heruntergeladen werden.