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15.01.2019:

Gruppenbild mit altgedienten und neuen Verkehrsüberwachern. In der Mitte Chefin Elke Wimber. Foto: Mailin Seidel

Parksünder aufgepasst: Stadt schafft sechs neue Stellen in der Verkehrsüberwachung

Sieben neue Verkehrsüberwacher haben am 2. Januar bei der Stadt Aschaffenburg ihren Dienst angetreten. Damit hat sich die Verkehrsüberwachung in der Stadt von zehn auf 16 Planstellen erhöht. Gleichzeitig wird auch die Verwarnung, im Volksmund „Knöllchen“ genannt, modernisiert. Statt einer Karte mit Überweisungsträger gibt es bald nur noch einen weißen Zettel unterm Scheibenwischer mit allen wichtigen Daten.

Mit den sechs neuen Verkehrsüberwachern begegnet die Stadtverwaltung den Klagen über zu seltene Kontrollen in der Stadt. Gleichzeitig sollen die altgedienten Kollegen entlastet werden. „Es ist ja nicht so, dass unsere Verkehrsüberwacher nur herum laufen und Falschparker überprüfen“ erklärt die Sachgebietsleiterin für das Straßenverkehrswesen im Aschaffenburger Ordnungs- und Straßenverkehrsamt Elke Wimber: „Unsere Verkehrsüberwacher sind auch Ersthelfer, Auskunftsgeber, Prellbock bei sämtlichen Ärgernissen im öffentlichen Raum, Streckenkontrolleure bei großen Veranstaltungen wie dem Faschingszug, Helfer der Polizei, z.B. bei der Fußball-WM oder Vertreter im Verwaltungsdienst des Straßenverkehrsamts.“ Das alles müsse koordiniert werden.

Erleichterung bringt allen zusätzlich die Umstellung auf Smartphones. Bisher trug ein Verkehrsüberwacher ein kiloschweres Gerät, eine kleine Kamera, den Verwarnungsblock und Schreibzeug mit sich herum. Die im Gerät gespeicherten Daten konnten nur bei Rückkehr in die Verwaltung auf einen Computer überspielt werden. So konnte es passieren, dass im Innendienst schon eine telefonische Beschwerde über eine Verwarnung einging, während der Außendienst noch unterwegs war.

In den neuen Smartphones sind nun alle Komponenten verbunden: Das Handy kann Fotos machen und diese werden über eine App direkt mit dem Fall verbunden. Dieser wird über mobile Daten sekundenschnell an den Innendienst übermittelt. Per Bluetooth ist das Smartphone mit einem kleinen Drucker verbunden, der den weißen Verwarnungsstreifen – nicht unähnlich einem Kassenzettel – ausspuckt.

Die Technik ist zukunftsfähig. „Perspektivisch soll es möglich werden, dass die Leute den QR-Code auf der Verwarnung scannen und das Verwarnungsgeld gleich vom Handy aus bezahlen“, verrät Elke Wimber.