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11.02.2019:

Barrieren abbauen, Orientierung anbieten

Bis heute wird mit dem Begriff „Barrierefreiheit“ in erster Linie der Abbau von baulichen Barrieren verbunden. Dabei ist das Thema „Barrierefreiheit“ natürlich viel weitreichender. Dennoch ist der Abbau von baulichen Barrieren ein wichtiger Bestandteil einer modernen, barrierefreien Stadt.

Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung sind individuell und manchmal sehr unterschiedlich. Menschen mit eingeschränkter Mobilität möchten am liebsten einen ebenen Übergang (Nullabsenkung). Sehbehinderte Menschen hingegen brauchen eine Führung durch Noppen- und Rillenplatten sowie einen höheren Bordstein an den Straßenübergängen. Bei kognitiven Beeinträchtigungen werden leichtverständliche Orientierungshilfen benötigt. Denn auch das bedeutet Barrierefreiheit: klare, verständliche Informationen.

Die Stadt Aschaffenburg hat in den vergangenen 2 Jahren viel in die Barrierefreiheit investiert, allein 1,75 Millionen Euro flossen in die barrierefreie Umgestaltung von Fußgängerüberwegen und Bushaltestellen. Manchmal helfen auch kleine bauliche Veränderungen. Die Stadt hat beispielsweise eine Rampe zur Mensa an der Realschule und eine Rampe zur Sporthalle an der Kolpingschule errichtet. Die Toilettenanlagen auf der Großmutterwiese und im Park Schöntal wurden so umgebaut, dass sie mit Rollator und Rollstuhl nutzbar sind. Der Spielplatz in der Gutwerkstraße erhielt Spielgeräte, die für Kinder mit und ohne Behinderung geeignet sind und ein gemeinsames Spielen ermöglichen. 

Außerdem gibt es in Aschaffenburg schon einige barrierefreie Wegstrecken. Sie sind für Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen geeignet. Von der Barrierefreiheit profitieren also nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Mütter und Väter mit ihren Kinderwagen oder ältere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Menschen mit einer temporären Mobilitätseinschränkung, z. B. ein gebrochenes Bein. Es gibt viele gute Beispiele für eine positive Entwicklung in Aschaffenburg. Die Stadt Aschaffenburg wird weiter jedes Jahr mehrere 100.000 € in die Barrierefreiheit investieren. 

Ein Abbau von Barrieren funktioniert nur, wenn auch die mentalen Barrieren abgebaut werden, nicht nur die baulichen. „Barrierefreiheit“ muss gelebt werden, man muss es einfach tun, dann ist eine Stadtgesellschaft auf dem richtigen Weg!

Weitere Infos zu barrierefreien Projekten in Aschaffenburg: www.aschaffenburg.de/projekte_barrierefrei