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15.05.2019:

Klaus Herzog und Bettina Walentzka beim Unterschreiben der Beitrittserklärung. Foto: Stadt Aschaffenburg, Brigitte Liebelt

Beitrittserklärung zum kommunalen Partnerprozess „Gesundheit für alle“

Am vergangenen Montag ist die Stadt Aschaffenburg offiziell dem kommunalen Partnerprozess „Gesundheit für alle“ beigetreten.

 

In einem feierlichen Akt unterzeichnete Oberbürgermeister Klaus Herzog die Partnerschaftsvereinbarung, die von Bettina Walentzka, der Vertreterin der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit - Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung, übereicht wurde.

 

Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit ist im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) angesiedelt und arbeitet im Namen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die Stadt Aschaffenburg ist somit neben 50 weiteren Kommunen bundesweit und 14 bayerischen Kommunen Mitglied des Partnerprozesses.

 

Ziele des bundesweiten Partnerprozesses „Gesundheit für alle“ sind es, ein gesundes und chancengerechtes Leben von Menschen jeden Alters zu fördern und die Zusammenarbeit und einen gemeinschaftlichen Lernprozess über Ressorts und Generationen hinweg zu stärken. Dabei werden Kommunen beim Aufbau und der Umsetzung integrierter kommunaler Strategien („Präventionsketten“) begleitet und durch einen bundesweiten Austausch unterstützt.

Mit dem Aufbau von Präventionsketten ist gemeint, dass verschiedene Fachbereiche auf kommunaler Ebene ihre Kräfte bündeln sollen, um gesundheitliche Lebenswelten zu schaffen, die aufeinander abgestimmt und lebensphasenübergreifend sind. Wichtig bei der Entwicklung einer „lebenslauforientierten Gesundheitsstrategie“ ist es alle Lebensphasen vom gesunden Aufwachsen bis zum gesunden Älterwerden zu berücksichtigen.

Aschaffenburg fängt mit seiner Gesundheitsstrategie nicht bei Null an. Seit 2012 ist die Stadt Mitglied im Gesunde Städte Netzwerk und hat sich mit dem damals beschlossenen Konzept zur Gesundheitsförderung und Prävention dazu verpflichtet, aktiv und präventiv die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern und zu unterstützen. Dazu sind in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte in den Bereichen Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit, Suchtmittelkonsum und Stressmanagement angestoßen und umgesetzt worden.

Mit der Teilnahme am Partnerprozess geht es nun darum, die vorhandene Strategie mit den bereits bestehenden Angeboten weiter auszubauen und alle Lebensphasen umfassend weiter zu entwickeln.

Dazu fand als Auftakt für den Partnerprozess ein Workshop in Kooperation mit den Familienstützpunkten statt, welche in den vergangenen Jahren im Stadtgebiet eingerichtet worden sind. Die Familienstützpunkte sind Anlaufstellen für Familien im weitesten Sinn und bieten somit wohnortnahe Angebote und Unterstützung für alle Lebensphasen. Auch die Gesundheitsförderung und Prävention ist bereits heute ein Handlungsschwerpunkt in den Stützpunkten.

Mit weiteren Akteuren der Gesundheitsarbeit in Aschaffenburg, wie den Krankenkassen, dem Gesundheitsamt, Pflege- und Senioreneinrichtungen oder auch dem Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) wurden in dem Workshop Themenfelder erarbeitet, wie das Angebot in der Gesundheitsarbeit mit Kindern, mit Familien und auch generationenübergreifend ausgebaut und durch Kooperationspartner ergänzt werden kann. Dadurch konnte zum einen das Netzwerk an Partnern weitergeknüpft werden, aber auch neue Ideen entwickelt werden, wie die Akteure die Arbeit der Familienstützpunkte unterstützen können.

Als Handlungsschwerpunkt wurde hervorgehoben, dass es auch in den Familienstützpunkten nicht nur um die Kinder und deren Eltern geht, sondern Gesundheitsförderung schon vor der Geburt beginnt und bis ins hohe Alter reicht. Auch generationenverbindende Projekte können einen Beitrag leisten, ein rücksichtsvolles Verständnis gegenüber anderen Lebensabschnitten, Krankheitsbildern, Beeinträchtigungen oder auch Behinderungen aufzubauen.

Mit der Partnerschaftsvereinbarung unterstützt der Kooperationsverbund die Stadt Aschaffenburg bei der weiteren kommunalen Gesundheitsarbeit über

•          seine bundesweite Netzwerkstruktur als fachlicher Rahmen,

•          die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit als direkte Ansprechpartnerin im Bundesland Bayern sowie

•          ein innovatives und bedarfsgerechtes Onlineangebot.

 

Die Stadt Aschaffenburg erklärt sich mit der Vereinbarung bereit,

•          integrierte Strategien zur Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten Gruppen zu entwickeln und auszubauen,

•          aktiv am kommunalen Partnerprozess „Gesundheit für alle“ teilzunehmen sowie

•          am kontinuierlichen Erfahrungsaustausch über die Online-Plattform www.inforo.online mitzuwirken und andere Kommunen dadurch an fachlichen Erkenntnissen teilhaben zu lassen.