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25.07.2019:
 Einblick in die Ausstellung

Die Ausstellung ist im 1. Stock des Stadt- und Stiftsarchivs zu sehen.

Schaufenster zur Stadtgeschichte: Julius Maria Becker im Stadt- und Stiftsarchiv

Zum 70. Todestag am 26. Juli und kurz nach der archivgerechten Erschließung seines Nachlasses zeigt das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg im Rahmen der Schaufenster zur Stadtgeschichte eine Ausstellung über den Aschaffenburger Dichter Julius Maria Becker (1887-1949).

Becker wurde am 29. März 1887 als Sohn einer gutsituierten Familie geboren. Die familiäre Situation wandelte sich jedoch um die Jahrhundertwende zum Schlechten, was Julius dazu bewegte ein Lehramtsstudium zu beginnen. 1907 trat er nicht nur seine Lehranstellung an, sondern begann auch mit der Veröffentlichung erster eigener Werke. Nebenher arbeitete er als Kritiker und Literat bei der Zeitung „Beobachter am Main“. Bis in die 30er Jahre hatte er mit Bühnenstücken kleinere und größere Erfolge, vor allem mit „Der Brückengeist“ (1929), der deutschlandweit über 50-mal inszeniert wurde. 1932 verließ er seinen Lehrerposten, um als selbstständiger Schriftsteller zu arbeiten. Doch trotz einiger weiterer gelungenen Stücke konnte er an den Erfolg von „Der Brückengeist“ nie anschließen.

Im Fokus der Ausstellung liegen die nun erschlossenen, bisher selten gezeigten oder gänzlich unbekannten Akten und Objekte aus dem Nachlass. Das gut 16 laufende Meter Archivgut bildet einen sehr ausführlichen und umfangreichen Fundus. Neben einer Vielzahl von Bühnenstücken, Manuskripten und Gedichten sind auch viele weitere interessante Akten vorhanden, unter anderen eine Sammlung von Briefen, einige Skizzen und Bilder, Tagebücher und fast 1500 Fotos. Dazu besitzt das Stadt- und Stiftsarchiv eine Sammlung von Gemälden, Möbeln und anderen Einzelobjekten, die im so genannten Becker-Zimmer im Archiv untergebracht sind.

Im „Schaufenster“ werden in zwei Vitrinen und auf großformatigen Leinwänden ausgewählte Objekte unter dem Thema „Die unbekannten Seiten des Dichters“ präsentiert. Zusätzlich dazu bietet eine digitale Medienstation ergänzende Einblicke und lädt zum Blättern ein. Die Ausstellung befindet sich im ersten Stockwerk des Schönborner Hofs und ist bis Ende September zu den Öffnungszeiten des Lesesaals zu sehen.