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Stadtnachrichten

Ukraine-Flüchtlinge: Stadt koordiniert Hilfen

Die Stadt Aschaffenburg beobachtet die Flüchtlingsbewegung sehr genau und ist auf die Ankunft von Geflüchteten im Stadtgebiet vorbereitet. Um im Bedarfsfall eine schnelle, unmittelbare und koordinierte Unterbringung zu gewährleisten, hat sie eine breit aufgestellte Koordinierungsgruppe gegründet.

 

„Die Angriffe auf die Ukraine haben viele Menschen auch in Aschaffenburg zutiefst erschüttert. Die Hilfsbereitschaft in der Aschaffenburger Bevölkerung ist groß“, sagt Bürgermeister Eric Leiderer. „Jetzt ist es unsere Aufgabe, diese Hilfe in koordinierte Bahnen zu leiten.“

 

Unterkünfte:

Um geflüchtete Ukrainer unterzubringen, wird aktuell die Verfügbarkeit dezentraler Wohnungen sowie anderer Liegenschaften der Stadt, die für eine kurzfristig Unterbringung genutzt werden können, geprüft. „Erschwert wird die Einschätzung dadurch, dass momentan keine konkreten Flüchtlingszahlen bekannt sind“, erklärt der Leiter des Amtes für Brand und Katastrophenschutz, Mark Weigandt. Derzeit kämen Schutz suchende Urkrainer hauptsächlich über private Kontakte oder familiäre Beziehungen nach Deutschland.

 

Wer in der Stadt Aschaffenburg Wohnraum für eine Unterbringung zur Verfügung stellen möchte, wird gebeten, sich über die E-Mail-Adresse unterkuenfte-flucht@aschaffenburg.de an die Stadtverwaltung zu wenden. Angegeben sollte in der E-Mail bereits Informationen zu Lage, Größe und Anzahl der Zimmer sowie zu eventuell vorhandener Ausstattung (Küche, Möblierung etc.). Das städtische Sozialamt sammelt bzw. prüft die Angebote und wird sich zeitnah mit dem Absender in Verbindung setzen.

 

Dolmetscher/ Helfer:

419 Menschen mit einem ukrainischen Zuwanderungshintergrund leben in Aschaffenburg. Sie bekommen in der kommenden Woche einen Brief mit der Bitte um Meldung, wer bereit ist, für Flüchtlinge zu übersetzen oder ihnen im Alltag zu helfen. Ebenso hat die Stadt bereits ihre Sprach- und Kulturvermittler kontaktiert. Wer darüber hinaus noch seine ehrenamtliche Hilfe anbieten möchte oder ukrainisch spricht, kann sich über die E-Mail-Adresse ehrenamt-flucht@aschaffenburg.de bei der Stadt melden. Das Ehrenamtsbüro der Stadt ist dabei, eine Datenbank mit Helfen zusammenzustellen.

 

Sachspenden:

Die Stadt dankt allen für ihre Spendenbereitschaft, kann derzeit aber keine Sachspenden annehmen. Sollte sich dies in der Zukunft ändern, wird ein gesonderter Spendenaufruf erfolgen.

 

Geldspenden:

Geldspenden können auf das Konto der „Nothilfe Ukraine“ überwiesen werden:

IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600

BIC: COBADEFFXXX

Commerzbank

Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine

 

Bürgertelefon:

Eine zentrale Telefonnummer wird derzeit bei der Stadt Aschaffenburg eingerichtet. Wer Unterkünfte anbieten kann oder ehrenamtliche Hilfe leisten möchte, aber nicht über einen E-Mail-Account verfügt, wird deshalb noch um ein wenig Geduld gebeten. Die Hotline wird so schnell wie möglich bekannt gegeben.  

 

Bürgermeister Eric Leiderer dankt allen, die sich für die Ukraine engagieren wollen: „Wir haben schon sehr viele Hilfsangebote erhalten. Das beeindruckt mich, und ich bin dankbar für diese gelebte Solidarität. Die Stadt wird in den kommenden Tagen kontinuierlich weiter über ihre Aktivitäten zu den ukrainischen Flüchtlingen berichten.“