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Aschaffenburger Persönlichkeiten

Bild, das Aloys Maria Lautenschläger zeigt.

Foto: Stadt- und Stiftsarchiv.

Aloys Maria Lautenschläger

Geboren am 29. März 1870 in Aschaffenburg, gestorben am 27. März 1943 in Berlin

Der berühmte Berliner Hals-, Nasen- und Ohrenarzt sowie Kunstsammler stammte aus einer kinderreichen Aschaffenburger Familie. Zunächst besuchte Aloys Maria Lautenschläger die hiesige Forstlehranstalt, dann studierte er an verschiedenen Universitäten Medizin, approbierte und promovierte 1896 in Greifswald, wo er auch seine Assistenzzeit verbrachte. Noch während seines Studiums hatte Aloys Lautenschläger die Großstadt schätzen gelernt. Er ließ sich im Berliner Nobelviertel Grunewald nieder, wo er als Mediziner eine sehr frequentierte Praxis eröffnete und bald zu den bekanntesten Vertretern seines Berufsstandes zählte. Doch nicht nur als Arzt und Publizist hatte der gebürtige Aschaffenburger Erfolge, sondern auch als versierter Sammler von Gemälden, Teppichen, Schmuck, Musikinstrumenten, Münzen, Büchern und Porzellan. Seine Villa im Grunewald barg reiche Kunstschätze aller Epochen, die während des Zweiten Weltkrieges zum größten Teil vernichtet wurden. Nur das seiner Geburtsstadt vermachte Legat ist durch rechtzeitige Auslagerung nach Aschaffenburg erhalten geblieben und wird heute im Schlossmuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.