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Aschaffenburger Persönlichkeiten

Bild, das Tilman Riemenschneider zeigt.

Tilman Riemenschneider

Geboren um 1460 in Osterode/Harz, gestorben am 7. Juli 1531 in Würzburg

Nach Lehr- und Wanderjahren in Schwaben und am Oberrhein wurden Tilman Riemenschneider 1485 in Würzburg die Meisterwürde und das Bürgerrecht verliehen. Mit seiner gutgehenden Werkstatt belieferte er das fränkische Gebiet mit einer Vielzahl von Figuren und Altären. Ein Werk der frühen Schaffenszeit im Raum Aschaffenburg ist der Schnitzaltar in der Pfarrkirche zu Großostheim. Im Stiftsmuseum der Stadt Aschaffenburg befindet sich der Teil eines Reliefs der "Anbetung der Könige". Zu seinen Meisterwerken zählen "Adam und Eva" am Portal der Würzburger Marienkapelle, das Grabmal für Kaiser Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde im Bamberger Dom sowie die Altäre in Münnerstadt, Rothenburg und Creglingen. Riemenschneiders Skulpturen weisen eine unverwechselbare handwerkliche Meisterschaft auf; ihre Wirkung beruht vor allem auf der stark verinnerlichten Mimik und Gestik. Als Würzburger Ratsherr und Bürgermeister stand der Meister der spätgotischen Plastik im Bauernkrieg 1525 auf der Seite der Aufständischen. Nach Haft und Folter verlor er alle Ämter und Ehren und seine Schaffenskraft versiegte.