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Ehrenbürger

Dr. Willi Reiland

Geboren am 2. November 1933 in Oberaltstadt/Riesengebirge, gestorben am 14.11.2015

30 Jahre lang, geprägt von Tatkraft, Entschlossenheit und Durchsetzungskraft, leitete Dr. Willi Reiland als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt Aschaffenburg.
Am 8. März 1970 wurde der promovierte Jurist und Sozialdemokrat mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Dr. Vinzenz Schwind gewählt.

In Dr. Willi Reilands Amtszeit fielen der Neubau des Klinikums am Hasenkopf, der Bau der City-Galerie, der Musikschule, der Stadthalle, der Stadtbibliothek und der Fußgängerzone Herstallstraße. Er sorgte dafür, dass aus der ehemaligen Jesuitenkirche eine bedeutende Kunstausstellungshalle wurde und dass das Stiftsmuseum eingerichtet wurde. Außerdem brachte Dr. Willi Reiland das große Infrastrukturprojekt Ringstraße auf den Weg, dessen erster Abschnitt in seiner Amtszeit verwirklicht wurde.

Zu verdanken ist ihm die Schaffung mehrerer wichtiger Sportstätten in Aschaffenburg, wie die Eislaufhalle, das Hallenbad, und die Erbighalle.

In der Amtszeit von Oberbürgermeister Dr. Willi Reiland siedelten sich mehrere große Firmen, zum Beispiel C & A, DPD, Peek & Cloppenburg oder Pass IT-Consulting in Aschaffenburg an. Auch zeichnete er verantwortlich für die Ausweisung neuer Gewerbegebiete in Strietwald, Damm, Nilkheim und Schweinheim.

Besonders am Herzen lag ihm die Aussöhnung mit ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern. 1978 wurden sie zum ersten Mal nach Aschaffenburg eingeladen. Zahlreiche weitere Besuche folgten. 1984 konnte schließlich das Dokumentationszentrum am Wolfsthalplatz (heute Museum jüdischer Geschichte und Kultur) eröffnet werden.

Dr. Willi Reiland war auch nach seiner Amtszeit für die Stadt engagiert, unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbaugesellschaft Aschaffenburg, der Stadtbau Aschaffenburg und als aktives Mitglied des Stiftbauvereins.

Der frühere Oberbürgermeister prägte drei Jahrzehnte lang das Gesicht der Stadt Aschaffenburg. Er hatte stets ein offenes Ohr für die Belange der Bürger. Bei allen wichtigen Stadtentwicklungsprojekten suchte er den Konsens über die Parteigrenzen hinweg. All seine Kraft setzte er dafür ein, den sozialen Frieden herzustellen und zu bewahren.