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Stadtoberhäupter

Wilhelm Matt

Geboren am 16. Juli 1872 in Speyer, gestorben am 23. Januar 1936 in Aschaffenburg

Anfangs als „Königlicher Hofrat“ und später in der Weimarer Republik als „Geheimer Rat“ lenkte der promovierte Jurist mit patriarchischer Strenge, viel Autorität und wenig Beamten die Verwaltung der Stadt Aschaffenburg. Trotz Weltkrieg, Revolution, Wirtschaftskrise und Inflation gelang es Dr. Wilhelm Matt immer wieder, die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung der Stadt in kleinen Schritten zu fördern: Anschluß an die Großschiffahrt durch den Ausbau des Hafens, Errichtung des Elektrizitätswerkes in Leider, der Oberrealschule und Meisterschule für Bauhandwerk, die Erbauung der Herz-Jesu-Kirche, der Sankt-Josefs-Kirche in Damm und der Sankt-Laurentius-Kirche in Leider. Ferner wurden neue Industriebetriebe angesiedelt, Wohnungen gebaut oder saniert, die Straßenbeleuchtung erweitert, schulärztliche Pflichtuntersuchungen sowie die Kinderspeisung in den ärmeren Bevölkerungsgruppen eingeführt. Vom klaren und zielbewußten Handeln des überzeugten Katholiken zeugt auch sein Rücktrittsgesuch am 23. März 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten.