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Ascheberger Besonderheiten

Gemälde der Schlüsselübergabe

Reproduktion eines Gemäldes von Adalbert Hock.

Während des Dreißigjährigen Krieges nahm König Gustaf II. Adolf von Schweden (1594-1632) Aschaffenburg ein. Nach einer 1851 von Adalbert von Herrlein (1798-1870) niedergeschriebenen Sage mit dem Titel „Der Schwedenkönig Gustav Adolph zu Aschaffenburg“ überreichte der Kapuzinerguardian Pater Bernhard, da „die mainzischen Beamten und die geistlichen Herrn die Stadt verlassen“ hatten, am 25. November 1631 dem Kriegsherrn die Stadtschlüssel und rettete mit Schläue die Stadt vor der Zerstörung. Neben einem historischen Festspiel, das am 9. Mai 1907 im Stadttheater aufgeführt wurde, erinnert heute vor allem ein 1931 von Bildhauer Otto Gentil (1892-1969) geschaffener Gedenkstein am Beginn der Kleinen Schönbuschallee an den mutigen Mönch. Allerdings ergibt die Auswertung der schriftlichen Quellen, dass die Stadtschlüssel nicht vom Kapuzinerguardian, sondern wahrscheinlich vom Stiftsstäbler nicht an den Schwedenkönig, sondern an die schwedische Kavallerie unter Oberstleutnant Torsten Stalhandske am 22. November 1631 überreicht wurden. Am nächsten Morgen zog Gustaf Adolf in die Stadt ein und verließ sie nach einer Nacht wieder. Nach der Einnahme durch schwedische Truppen gehörte Aschaffenburg für einige Jahre zum Schwedischen Staat in Mainz.