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Aschaffenburger Momente

7. Februar 1603

Die Witwe des Ochsenwirtes Philipp Kreß wird wegen Zauberey mit dem Schwert hingerichtet und darnach zu Asche verbrannt. Sie gehörte mit einem Vermögen von über 3300 Gulden zu den reichsten Einwohnern der Stadt Aschaffenburg. Diese Summe ist der größte Einzelposten der vom Fiskus im Jahre 1603 konfizierten "Hexengelder".

17. Februar 1614

Feierliche Einweihung des von Georg Ridinger (1568-1617) errichteten Renaissance-schlosses Johannisburg. Erzbischof / Kurfürst Johann Schweikard von Kronberg (1553-1626) kann jedoch erst gegen Ende des Jahres die Räume beziehen. Die Bauarbeiten ziehen sich noch einige Jahre hin und kosten bis 1618 insgesamt (seit 1605) über 900 000 Gulden.

6. Februar 1627

Der 25jährige Johanniter-Ritter Johann Walter von Kerpen wird von seinen Begleitern am Rande des Nilkheimer Wäldchens bei Aschaffenburg erschlagen. Seine Brüder lassen ein Jahr später ein Denkmal errichten, das um 1780 an die Kleine Schönbuschallee versetzt wird.

23. November 1631

Der schwedische König Gustaf II. Adolf (1594-1632) rückt - nach der militärischen Einnahme - in Aschaffenburg ein; seine Soldaten lagern auf beiden Mainseiten. Der Legende nach übergibt Pater Bernhard von Trier, Guardian des Kapuzinerklosters, dem Monarchen den Stadtschlüssel als Symbol der Kapitulation. Tatsächlich überreicht nicht der Vorsteher des Klosters, sondern der Stiftsstäbler dem König die Stadtschlüssel.

24. Oktober 1648

Unterzeichnung der Friedensverträge von Münster und Osnabrück durch den Kaiserlichen Rat und Kurmainzischen Kanzler Nikolaus Georg Ritter von Reigersberger (1598-1651), Stadtschultheiß von Aschaffenburg, im Auftrag des Mainzer Erzbischofes/Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn.

16. August 1651

Erzbischof/Kurfürst Johann Philipp von Schönborn (1605-1673) ordnet an, daß die sich im Vizedomamt Aschaffenburg stark vermehrten Wölfe abgeschossen werden dürfen. Für das benötigte Wolfsgarn und andere Fanggeräte muß die Stadt 300 Gulden aufbringen.

8. Oktober 1655

Die schwedische Königin Christina (1626-1689), Tochter des schwedischen Königs Gustaf II. Adolf und seiner Frau Maria Eleonora, kommt von Frankfurt am Main über Steinheim nach Aschaffenburg. Weil ihr die Stadt und das Schloß Johannisburg so gut gefallen, bleibt sie einen Tag.

6. September 1685

Erzbischof/Kurfürst Anselm Franz von Ingelheim (1622-1695) erläßt eine neue Verordnung, wonach künftig an zwei Tagen - Mittwoch und Samstag - ein Wochen markth vergünstiget und verstattetist; bisher fand in Aschaffenburg der Wochenmarkt nur samstags statt.