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Aschaffenburger Momente

12. Juni 1802

Der preußische König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) und seine Gattin Luise besuchen Aschaffenburg; in Vertretung des Mainzer Erzbischofs/Kurfürsten Friedrich Carl Joseph von Erthal werden sie vom Mainzer Domdechanten Christoph Carl Freiherrn von Dienheim empfangen. Nach einer Erfrischung im Saal Orangerie (Hofgarten) reisen sie nach Wilhelmsbad weiter.

25. Februar 1803

Reichsdeputationshauptschluß in Regensburg: Unter Einwirkung der napoleonischen Politik und der einzelstaatlichen Interessen zerstört der reichsständische Ausschuß die politischen und rechtlichen Grundlagen des alten Reiches. Deutschland wird neu aufgeteilt, der Mainzer Kurstaat aufgelöst und das Fürstentum Aschaffenburg unter Carl Theodor von Dalberg (1744-1817) gebildet.

2. Oktober 1806

Napoléon I. (1769-1821), Kaiser der Franzosen (1804-1814/15), trifft zum ersten Mal in Aschaffenburg mit Fürstprimas Carl Theodor von Dalberg zusammen.

15. April 1810

Der Komponist Carl Maria von Weber (1786-1826) gibt im Saal "Zum Römischen Kaiser" (Strickergasse 2) eine musikalische Akademie; Eintrittspreis: 1 Gulden.

4. November 1813

Der russische Zar und Kaiser Alexander I. (1777-1825) hält sich in Aschaffenburg auf; zwei Tage später besucht Kaiser Franz I. von Österreich (1768-1835) die Stadt.

23. August 1814

König Maximilian I. Joseph von Bayern (1756-1825) und seine Gattin Caroline Friederike Wilhelmine von Baden residieren als neue Landesherren erstmals im Schloß Johannisburg, besuchen das Schöntal und den Schönbusch; zwei Tage bleiben sie, dann reisen sie nach Würzburg weiter.

1. Mai 1816

Kronprinz Ludwig, ab 1825 König Ludwig I. von Bayern (1786-1868), besucht erstmals mit seiner Frau Therese von Sachsen-Hildburghausen Aschaffenburg; sie werden bis 1. September bleiben, unterbrochen von zahlreichen Abstechern zu Freunden.

27. Mai 1818

Verkündigung der bayerischen Verfassung in Aschaffenburg. Vier Tage später, am letzten Maitag, endet die provisorische Regierung der Stadt und des Fürstentums Aschaffenburg, und es folgt der große Schwur an die königliche Krone von Bayern.

1. Mai 1824

Der Bau der städtischen Kranken- und Wohltätigkeitsanstalt an der Wermbachstraße beginnt. Die Grundsteinlegung erfolgt am 27. Mai, die Fertigstellung ist am 11. August 1826.

4. August 1826

Feierlicher Einzug Ludwigs I. als König von Bayern und seiner Familie in Aschaffenburg. Vor dem Sandtor haben sich Honoratioren und Schulkinder, Zunftmitglieder und Militärangehörige versammelt, um diesen Empfang entsprechend zu umrahmen. Abends werden zwei Mainschiffe beleuchtet und alle Glocken läuten.

18. Oktober 1840

Die 1574 im Kreuzgang der Stiftskirche gepflanzte Linde fällt einem über Aschaffenburg wütenden Orkan zum Opfer. Zur Größe des Baumes heißt es: Der schlanke Riese maß vom Stamme an bis zur Krone, also ohne die Letztere, 79 Schuh(1 Aschaffenburger Schuh = 0,2875 m).

10. Juli 1843

Grundsteinlegung des Pompejanums. König Ludwig I. schafft sich mit dem „pompejanischen Haus“, das der Villa von Castor und Pollux (Casa die Dioscuri) in Pompeji nachempfunden ist, ein museales Denkmal.

14. August 1847

Auch Aschaffenburg wird mit der Lola-Montez-Affäre konfrontiert. Die Tänzerin und Mätresse (1818/1820-1861) König Ludwig I. ist zwar entgegen zahlreicher Behauptungen und lokalgeschichtlicher Beiträge nie in der Stadt gewesen, aber das Adels-Diplom, "Maria von Porris und Montez, Gräfin von Landesfeld", wird an diesem Tage in Aschaffenburg für sie ausgestellt und vom Monarchen selbst sowie von Staatsrat Georg Ludwig von Maurer unterschrieben.

24. September 1851

Der Klaviervirtuose, Dirigent und Komponist Franz Liszt (1811-1886) kommt in Begleitung von Carolyne Elzbieta Fürstin Sayn-Wittgenstein-Berleburg und ihrer Tochter Maria für drei Tage nach Aschaffenburg.

22. Juni 1854

Zur Eröffnung der Bahnstrecke Hanau-Aschaffenburg trifft ein Zug mit der bekränzten Lokomotive "Aschaffenburg" im hiesigen gleichfalls dekorirten Bahnhofe in, um die wenigen Eingeladenen nach Wilhelmsbad abzuholen, wo ein Festessen stattfindet. Die durchgehende Strecke der Ludwig-Westbahn von Würzburg nach Aschaffenburg wird am 1. Oktober 1854 freigegeben.

29. Juni 1864

Erste Schloßbeleuchtung in Aschaffenburg: Zum Abschluß der Feierlichkeiten anläßlich der 50jährigen Zugehörigkeit Aschaffenburgs zur bayerischen Krone findet ein Brillantfeuerwerk statt, dessen Ende aus der Beleuchtung des Schlosses Johannisburg in verschiedenen Lichtfarben besteht.

14. Juli 1866

Gefecht in Aschaffenburg im Rahmen des Deutschen Krieges zwischen Preußen und Österreich. Vor den Toren und in den Straßen der Stadt verlieren zahlreiche Offiziere und Soldaten der kämpfenden Truppen ihr Leben.

1. August 1871

nach Fertigstellung der Markthalle in der Landingstraße wird das Anbieten von Obst, Gemüse und anderen landwirtschaftlichen Produkten in den Straßen untersagt.

9. März 1874

Der Schneider Johann Desch (1848-1920), der erstmals Herrenbekleidung auf Vorrat herstellt, läßt seine Firma in das Handelsregister beim Amtsgericht in Aschaffenburg eintragen. Mit der Übersiedlung seines Betriebes von Glattbach nach Aschaffenburg wird der Grundstock für die Aschaffenburger Bekleidungsindustrie gelegt.

21. März 1880

Alfred Brehm (1829-1884), berühmter Zoologe und Verfasser des sechsbändigen klassischen "Tierleben", hält im Deutschhaussaal einen Vortrag zum Thema "Meine Reise in Sibirien".

15. August 1891

Der Himmel selbst nahm Antheil an der Feier bei der feierlichen Eröffnung und Einweihung der neuerbauten Mainbrücke sowie des Floß- und Handelshafens, denn die Sonne führte oben die Herrschaft und den Wolken gelang es nicht, dieselbe zu verdrängen.

6. Dezember 1897

Anläßlich der Erweiterung der Gleisanlagen im Bahnhofsbereich spielt sich ein spektakuläres Ereignis ab: Das Haus Nummer 13 in der Glattbacher Straße wird um 110 Meter zur Lange Straße hin verschoben.