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Ausbau und Sanierung Mainradweg (D-Route 5) im Radnetz Deutschland
Mitte Juli 2025 wurde der letzte Bauabschnitt im Rahmen der Sanierung des Mainradweges in Aschaffenburg abgeschlossen. Es werden noch Nacharbeiten insbesondere im Bereich der Landschaftspflege erfolgen, aber die Sperrungen sind aufgehoben und der neue Mainradweg steht den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung und erfreut sich großer Beliebtheit.
Neben dem Ausbau wurden auch Komfortverbesserungen durchgeführt und die Verkehrssicherheit wurde verbessert. Beispielsweise gibt es im Bereich Nilkheim am Mainwiesenweg nun eine getrennte Führung unterhalb des Sportplatze und keine Konflikte mehr mit Kraftfahrzeugen. Es gibt zudem nun einer Vorfahrtsberechtigung und der neue Mainradweg hat in den Einfahrtsbereichen eine Roteinfärbung, zudem entsprechende gibt es Markierungen und entsprechende Beschilderung. Menschen mit Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen wurden bei der Planung und Ausführung ebenso berücksichtigt. Zur Einhaltung der erforderlichen Parameter wurde bspw. das Längsgefälle abgeflacht.
Der Mainradweg ist eine touristische Radroute, die vom Tourismusverband Franken e.V. betreut wird: https://www.mainradweg.com/
Neben dieser touristischen Funktion stellt der Mainradweg im Nahbereich unter 10 km auch eine sehr wichtige Pendlerroute dar.Mainaschaff, Kleinostheim und Stockstadt sind in nordwestlicher Richtung angebunden, Großostheim und Niedernberg in südlicher Richtung auf einer flachen und komfortablen Route nahezu ohne Kraftfahrzeugverkehr erreichbar. Viele tausend Einwohner können hier ihre Alltagswege mit dem Fahrrad oder E-Bike attraktiv, schnell, stressfrei und gesundheitsfördernd absolvieren.
Rückblick
Im Planungs- und Verkehrssenat vom 21.04.2021 wurde der Sanierungsbedarf am Mainradweg vorgestellt. Es wurde einstimmig beschlossen, einen Förderantrag zur Sanierung im Rahmen des Ausbaus vom Radnetz Deutschland zu stellen. Als Zielstandard wurde hierfür eine Breite von mindestens 3,5 m sowie eine glatte asphaltierte Oberfläche festgelegt. Im Förderantrag wurde der interkommunale Zusammenhang mit den Anschlüssen nach Großostheim und Niedernberg sowie Mainaschaff und Kleinostheim und deren hohe Bedeutung im Alltagsradverkehr betont. Deshalb wurden die Förderanträge der Stadt Aschaffenburg und der Gemeinde Mainaschaff auch bewilligt. Die Förderquote lag bei rund 70 % mit einer Fördersumme von knapp 2 Millionen €.
Projektbeschreibung
Der Gesamtverlauf des Mainradweges auf Gemarkung Aschaffenburg beträgt ca. 8,3 km. Von der Planung ausgenommen wurde der Bereich an der Kleingartenanlage Mörswiese (dieser Bereich wurde bereits Ende 1998 ausgebaut) und der Bereich um den Pompejanumsfelsen wegen dessen planerischer und bautechnischen Komplexität (Beschluss des Stadtrates vom 08.03.2022). Ebenfalls ausgenommen wurde die bereits 2019 fertiggestellte neue Mainuferpromenade und der Bereich vom Pompejanumsfelsen bis zum Theoderichstor, der 2023 durch das Gartenamt im Rahmen der Schlossufergestaltung umgestaltet wurde.
Somit ließ sich das Vorhaben in drei verbleibende Bereiche aufteilen, um eine durchgängig gut befahrbare Route zu bekommen:
1. Bauabschnitt:
Gemarkungsgrenze Mainaschaff bis Mörswiesenstraße (ca. 700 m) in einer Breite von 3,50 m
2. Bauabschnitt:
Schlotfegergrund bis Pompejanumsfelsen (ca. 400 m) in einer Breite von 4,00 m
3. Bauabschnitt:
Willigisbrücke bis Gemarkungsgrenze Niedernberg (ca. 5 km) in einer mittleren Breite von 3,50 m und Zwischenstücken mit 3,00 m.
Das Bauvorhaben lag fast durchgängig im Überschwemmungsgebiet des Mains und im Bereich des Wasserwerkes im Wasserschutzgebiet. Für den Eingriff bzw. die Baumaßnahme musste nachgewiesen werden, dass es durch den Neubau zu keiner Verschlechterung der Hochwasserabflusssituation bzw. zu keiner Reduzierung des Retentionsraums des Mains kommt. Der Radweg musste daher niveaugleich wieder hergestellt werden.
Förderung
"Gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland,
Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Rahmen des Förderprogrammes „Ausbau und Erweiterung des Radnetzes Deutschland“.
Das Radnetz Deutschland bildet das Netz der Radrouten von nationaler Bedeutung und besteht aus den zwölf ‚D-Routen‘, dem ‚Radweg Deutsche Einheit‘ und dem ‚Iron Curtain Trail‘. Das Radnetz Deutschland umfasst rund 11.700 Kilometer, es ist zugleich Bestandteil des europäischen Radfernwegenetzes ‚EuroVelo‘ und damit international bedeutend. Mit dem Förderprogramm unterstützt der Bund finanziell die qualitative Verbesserung, die Bekanntheit und Attraktivität des Radnetz Deutschland.