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"Flächenbrand Expressionismus"

Aschaffenburg. „Flächenbrand Expressionismus" nennt sich die Ausstellung von bislang selten gezeigten Holzschnitten des Expressionismus aus der Sammlung Joseph Hierling. Es wurden Werke ausgewählt, die vor allem die große und über-raschende Diversität der Bewegung des Expressionismus sichtbar machen sollen. Der Holzschnitt war für die weite Verbreitung und die Popularität des Expressio-nismus nach dem Ersten Weltkrieg und in der Kultur der Zwanziger Jahre maß-geblich verantwortlich. Es war die Zeit, in der im ganzen deutschsprachigen Kul-turgebiet von expressionistischer Musik, expressionistischem Tanz, expressionis-tischem Film und sogar von expressionistischer Politik gesprochen und geschrie-ben wurde. Der Holzschnitt, als verhältnismäßig leicht zu bearbeitendes Medium, unterstrich dabei das Gefühl von Spontanität und Ursprünglichkeit, das zugleich mit Wahrhaftigkeit verbunden wurde. Er wurde zu „dem" expressionistischen Ausdrucksmedium. So entfaltete sich in den 1910er und 1920er Jahren eine überraschende stilistische Breite, eine Art „Flächenbrand", der sich anhand der Privatsammlung Joseph Hierling darstellen lässt. Ein exemplarischer Teil daraus wurde im Edwin-Scharff – Museum Neu-Ulm im Herbst 2018 erstmals öffentlich gezeigt und ist nun, von Februar bis April 2019, in einer kleinen, aber essentiel-len Auswahl von ca. 65 Blättern im KirchnerHAUS Museum in Aschaffenburg zu sehen. Neben Arbeiten von Expressionisten der ersten Stunde wie Wassily Kandinsky oder Ernst Ludwig Kirchner stammen die Blätter von bekannten, expressionis-tisch arbeitenden Künstlern, etwa von Wilhelm Morgner, Walter Gramatté, Georg Schrimpf oder Georg Tappert. Überraschend ist auch die große Zahl an expres-sionistischen Künstlerinnen wie Lea Grundig, Jacoba van Heemskerck, Dorothea Maetzel-Johannsen oder Maria Uhden. Das eigentliche Verdienst der Sammlung Hierling liegt darüber hinaus in einer Vielzahl hochkarätiger Blätter kaum mehr bekannter Künstler, etwa von Josef Achmann, Adolf de Haer, Heinrich Stege-mann oder Aloys Wach. Von „Akt" bis „Zirkus" reichen dabei die Themen, die die gezeigten Werke abdecken. Gegliedert nach Themen des Expressionismus wie Stadtleben, Mensch und Natur, Gesellschaftskritik, Akt und Porträt oder ersten Wegen zur Abstraktion, lassen sich die unterschiedlichen Stilauffassungen kon-zentriert vergleichen. Intensiver kann man dem Expressionismus in seiner ganzen Vielfalt kaum begegnen! Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Zur Vernissage am 09. Februar 2019 um 17:30 Uhr im KirchnerHAUS Museum Aschaffenburg laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Es sprechen:
Dr. Brigitte Schad, 1. Vorsitzende des KirchnerHAUS Museum Aschaffenburg e.V. und Ausstellungskurator Drs. Ron Manheim.
Für weiter Fragen oder Bildanfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!
Daten zur Ausstellung: Eröffnung: Samstag, 09. Februar 2019
Ausstellungsdauer: 9. Februar bis 28. April 2019
Öffnungszeiten:
Mo. geschlossen
Di., Do., Fr., Sa.: 14:00 – 17:00 Uhr
Mi.: 16:00 – 19:00 Uhr
So.: 11:00 – 17:00 Uhr
Adresse:
KirchnerHAUS Aschaffenburg e.V.
Ludwigstraße 19
63739 Aschaffenburg
Telefon: 06021 - 58 09 250
E-Mail: info@kirchnerhaus-aschaffenburg.de
Individuelle Führungen sind auf Anfrage unter info@kirchnerhaus-aschaffenburg.de jederzeit möglich.
www.kirchnerhaus.com

 

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