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"E.L.Kirchner–Dokumentation Lebensstationen“

Leben und Werk Kirchners werden in großformatigen Reproduktionen, Hörstationen, animierten Bildern und „Augmented-Reality“-Projekten vorgestellt und stets in den Kontext der Zeit- und Kulturgeschichte gestellt. Das Projekt „Kirchner für Sehende und Blinde“ ermöglicht es sehbehinderten und blinden Menschen Kirchners Kunst an Tastobjekten, zum Beispiel Reproduktionen seiner Holzschnitte, zu „erfühlen“. Original afrikanische Masken, die die Brücke-Künstler zu ihren Darstellungen inspirierten, dürfen in der Ausstellung ebenfalls „ertastet“ werden. Für Kinder wurden in der Ausstellung Kirchners Kinderzeichnungen, wie der Struwwelpeter, an Monitoren in Bewegung versetzt und die zugehörigen Struwwelpeter-Texte von Kindern nachgesprochen.
'Die dokumentarische Ausstellung „Ernst Ludwig Kirchner– LebensSTATIONEN” im Geburtshaus des Künstlers stellt wichtige Lebensräume, Schaffensphasen und Schlüsselwerke vor. Sie zeigt Bezüge zur Zeitgeschichte auf und beleuchtet psychoanalytische Aspekte. Den Kindheitserlebnissen in Aschaffenburg misst Ernst Ludwig Kirchner besondere Bedeutung für seine Persönlichkeitsentwicklung und sein künstlerisches Werk bei: die Ausstellung führt in einem Rundgang zu den wichtigen LebensSTATIONEN Kirchners: Aschaffenburg, Dresden, Berlin, Fehmarn und Davos, sowie in die Ateliers des Künstlers. Eine Zäsur in seinem Leben bildet der Erste Weltkrieg, dem Sanatoriumsaufenthalte folgen und ihn nach Davos führen. Den großformatigen Abbildungen der Schlüsselwerke mit Zitaten Ernst Ludwig Kirchner sind Informationen zur Zeitgeschichte und zur Biografie zugeordnet. Ein Audio Guide führt durch die Ausstellung und akustisch in die LebensRÄUME Kirchners. An audio-taktilen Stationen mit tastbaren Objekten und Holzschnittmotiven wird der Stilwandel im Oeuvre Kirchners für sehende und blinde Menschen greifbar. An interaktiven Stationen sind Animationen von Kirchners Struwwelpeter und Umbra vitae zu erleben.
„Noch heute sehe ich [mich] am Hof meines Geburtshauses … und den Garten mit Laub und Büschen. Ich will versuchen es zu zeichnen.” E.L. Kirchner , 1919
In seinen Skizzenbüchern und Briefen berichtet Ernst Ludwig Kirchner später von seinen Kindheitserinnerungen: „Als Junge saß ich immer am Fenster und zeichnete, was ich sah; Frauen mit Kinderwagen, Bäume, Eisenbahnzüge, etc., etc.” Als Erwachsener fertigt Kirchner Holzschnitte nach seinen Kinderzeichnungen an. In der Ausstellung können sehende und blinde Besucher mehrere Kirchner-Holzschnitte an audiotaktilen Stationen ertasten.
Eintritt: 5,00 €, ermäßigt: 3,00 € (Für Schüler ab 16 Jahre und Studenten mit Ausweis, sowie Menschen mit Behinderung)
Freier Eintritt: Mitglieder des KirchnerHAUS-Vereins, Schüler bis einschl. 15 Jahre und Schulklassen. Führungen möglich auf Anfrage unter  info@kirchnerhaus-aschaffenburg.de.
www.kirchnerhaus.com

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