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Ausstellungen

Roland Wolf "Letzte Hoffnung: Auferstehung" (Finissage online)

10. FEB. BIS 28. MÄRZ 2020
Schmerzraum – Schmerzgeburten
Die teils kolorierten Handzeichnungen zu den Themen Liebe, Schmerz und Tod von Roland Wolf, sind mit Beginn seines dreiwöchigen Aufenthalts in der Palliativ Station im Aschaffenburger Klinikum entstanden. Sie machen den größten Teil der präsentierten Arbeiten aus und sind somit Zentrum der Ausstellung. „Der Lack ist ab.“ und: „Das einzige was mich hält ist das Zeichnen“, sind Aussagen von Roland Wolf in der Palliativ Station.
Unruhig, vielfach gebrochen und nervös fasrig, nagen sich die, nach Form suchenden Linienknäuel in das Blatt Papier. Palliativ Station! Unsagbare Qual und darauf folgender Aufschrei, geboren aus nicht begreifbarer körperlicher und seelischer Not. Todesängste, Dauerschmerz und durchgehende Atemnot. Aufschrei im inneren Kind, mehrfach gebrochen,
suche nach Halt und Geborgenheit. Schrei nach Liebe. Die Wand der Erinnerungen, die gegangenen und nicht gegangenen Wege, gefällte und nicht gefällte Entscheidungen. Das Tasten nach den inneren und äußeren Werten. Abneigung und Liebe, Hilflosigkeit und Hoffnung nie so nah beieinander. Das neue Feindbild Tod. Die plötzlich gänzlich verschobenen Proportionen der inneren Figur, angesichts des Drohenden. Was ist da, was nicht oder nicht mehr? Was ist immer noch nicht da? Seelenpein. Auch Wut und Zorn auf Gott. Und dann die Verschiebungen und Verzerrungen, die Täuschungen der Seele, in Verbindung mit dem, von aller Qual befreienden Morphin. Wie groß ist das vor mir, bewegt es sich? Oder ist es keine Wirklichkeit? Dauerstress. „Das Morphium nimmt mir die Persönlichkeit!“ (Zit.:R. W.)
Hoffnung, übergroße Hoffnung, immer wieder – Angst und Zweifel. Alles zieht, ja zielt in die Auflösung aller bisher geglaubten inneren Form. Weltbild, Ideologie, Wissen, was bleibt von euch? Was hält? Leben! Atem holen! Ein! Aus! Ein! Aus! – Hilfe! So entsteht die im Schmerz gefundene, gewundene, sich zersetzende, menschliche Form. Umgekehrtes Werden zum Sterben hin getrieben. Das gewahr werden und Erschaudern eigener Nacktheit vor den Bildern des Sterbens. Daneben und als Lebenshintergrund: Einsatz und Kampf für die soziale Plastik, aus dem erweiterten Kunstbegriff heraus. Aufarbeitung der Geschichte des NS Widerstandes.
Immer wieder aber der Mensch als Kind, als Gaukler, als Clown, in seiner Suche und Verlorenheit.

Letzte Hoffnung: Auferstehung?
Jürgen Hafner

Rahmenprogramm:
09.02.2020 Konzert von Monika Thiery (Klavier) und
Heribert Heeg (Saxophon)
14.03.2020 Gongkonzert von Wolfgang Schliemann
28.03.2020 Ellefanes – Songs of grief and despair
Vernissage 09.02.2020
Finissage 28.03.2020
Beginn jeweils um 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11:00 – 22:00 Uhr
nach tel. Vereinbarung 06021/4511227

Ort: CAFÉ KREM, Im KÜNSTLERTREFF,  Riesengasse 10,  63739 Aschaffenburg
www.cafe-krem.de

 

Veranstaltungsdaten
  • Veranstaltung:
    Roland Wolf "Letzte Hoffnung: Auferstehung" (Finissage)
    Kategorie:
    Ausstellungen – Ausstellungen
    Datum:
    28.03.2020
    Uhrzeit:
    19:00- Uhr
    Infos:
    www.cafe-krem.de