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02.04.2020:

Patientenverfügung ermöglicht Medizinern Wünsche von Patienten zu berücksichtigen

Eine umfassende Genesung ist das Ziel einer jeden Behandlung im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau, den Helios-Kliniken Erlenbach-Miltenberg und in jeder anderen Klinik. Auch in der momentan schwierigen Situation, setzen Ärzte und Pfleger mit unermüdlichem Einsatz alles daran, alle Patienten mit bestmöglicher Betreuung zu versorgen. „Dennoch ist es wichtig, Vorbereitungen für einen unvorhergesehenen Notfall zu treffen.“, so Landrat Dr. Ulrich Reuter.

 

Eine Information mit den Kontaktdaten der Personen, die in einer besonderen Situation verständigt werden sollen, ist sehr wichtig. Darüber hinaus stellt sich die Frage nach einer Patientenverfügung. „Mit der gesetzlich geregelten Patientenverfügung können Sie für den Fall der späteren Entscheidungsunfähigkeit vorab schriftlich festlegen, ob in bestimmte medizinische Maßnahmen einwilligt oder diese untersagt werden“, erläutert Landrat Dr. Ulrich Reuter. „Dies hilft nicht nur den Ärzten bei ihrer Entscheidung, sondern vor allem dem Patienten, dessen Wünsche so berücksichtigt werden können“, ergänzt Oberbürgermeister Klaus Herzog.

 

Im Internet gibt es sehr viele Muster und Anregungen für Patientenverfügungen. Unter anderem gibt es eine Broschüre „Christliche Patientenvorsorge - durch Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung und Behandlungswünsche“ die gemeinsam von der Evangelischen Kirche Deutschlands und der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz herausgegeben wurde, erläutert Domkapitular Clemens Bieber. Sie kann kostenlos unter www.ekd.de oder der www.dbk.de heruntergeladen werden. „Eine Patientenverfügung ist wichtig, unabhängig von der aktuellen Situation“; unterstreicht Dekan Rudi Rupp.

Auch das Verbraucherportal VIS Bayern der bayerischen Staatsregierung informiert unter www.vis.bayern.de ausführlich zu dem Thema Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

 

Wie wichtig eine solche Patientenverfügung unabhängig vom Alter oder gesundheitlicher Stabilität ist, betont auch der Miltenberger Landrat Jens Marco Scherf: „Ich habe kommende Woche einen Termin, um meine Patientenverfügung auch noch notariell beglaubigen zu lassen.“ Die beiden Landräte, der Oberbürgermeister sowie der Dekan der Evangelischen Kirche Aschaffenburg und der für die Caritas verantwortliche Domkapitular Clemens Bieber empfehlen daher allen Bürgerinngen und Bürger, eine entsprechende Patientenverfügung vorzuhalten oder gegebenenfalls zu aktualisieren und diese auch mitzunehmen, wenn ein Klinikaufenthalt bevorsteht.

 

Neben Informationen im Internet gibt es weitere Auskunft telefonisch oder per Mail bei: