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07.05.2020:
 Neue Radweggestaltung

Neue Furtgestaltung an den Einmündungen stadtauswärts

Radverkehrsführung in der Ludwigsallee

Die Ludwigsallee ist für den Radverkehr die Hauptroute zwischen der Innenstadt und dem Klinikum und der Nachbarkommune Haibach. Die richtige Radverkehrsführung war nach einigen Änderungen und Korrekturen in der Vergangenheit nicht für alle Radfahrenden klar und ersichtlich. Die Stadt hat diese Unklarheiten nun beseitigt. Die Radverkehrsführung soll durch neue Markierungen und Beschilderung eindeutig erkennbar sein.

Stadtauswärts und damit bergauf sollen die Radfahrenden abseits der Fahrbahn im Seitenbereich auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg fahren. Dies gilt ab dem Bohlenweg durchgängig bis nach Haibach.
Um für mehr Sicherheit zu sorgen, wurde an der Einmündung vom Bohlenweg eine breite und sichere Überführung vom Schutzstreifen auf der Fahrbahn in den Seitenbereich angelegt und markiert (Bild 1). An den nachfolgenden Einmündungen der Seitenstraßen wurden die sichtbehindernden Äste zurückgeschnitten, um von der Ludwigsallee nach rechts abbiegenden Autofahrern eine Sicht auf die Radfahrenden zu ermöglichen. Als dritte Maßnahme wurden an allen fünf Einmündungen von der Vischerstraße bis zur Schongauer Straße breite Furten rot markiert (Bild 2). Das erhöht die Aufmerksamkeit der abbiegenden Verkehrsteilnehmer zusätzlich und verdeutlicht auch die Vorfahrtsberechtigung des Radverkehrs entlang der Ludwigsallee.

Stadteinwärts haben die Radfahrenden die Möglichkeit, zwischen Fahrbahn oder Seitenbereich zu wählen und dort kontinuierlich ohne Wechsel zu fahren. Beide Führungsformen haben dabei Vor- und Nachteile.
Die Radfahrenden dürfen die Fahrbahn durchgängig von Haibach bis zur Ringstraße nutzen. Piktogramme am rechten Fahrbahnrand zeigen allen Verkehrsteilnehmern diese Möglichkeit an (Bild 3). Auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint und sich viele Radfahrende auf der Fahrbahn wegen der hohen Verkehrsbelastung und Geschwindigkeiten nicht wohlfühlen: Auf der Fahrbahn ist es sicherer als im Seitenbereich. Das bestätigen Studien. Denn auf der Fahrbahn werden Radfahrende besser gesehen, und die Gefahr, von Abbiegern übersehen zu werden, verringert sich deutlich.
Vom Ortsende Haibach bis zum Ortsschild der Stadt Aschaffenburg dürfen langsame Radfahrende an der Schongauer Straße auch die Wege im Seitenbereich benutzen. Diese „Geh- und Radwege ohne Benutzungspflicht“ sind von sehr unterschiedlicher Qualität: starkes Gefälle, geringe Breiten und wechselnde Oberflächenqualität sowie eine benachteiligte Führung an Einmündungen sind unattraktiv und auch für die Fußgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer gefährlich. Nur langsam und rücksichtsvoll Radfahrenden ist deshalb eine Mitbenutzung der Wege gestattet.
Die Wahlfreiheit endet kurz nach dem Ortsschild der Stadt Aschaffenburg auf Höhe der Schongauer Straße. Zur Verdeutlichung wird hier das Verkehrszeichen „Gehweg“ aufgestellt. Denn innerorts wird der Weg im Seitenbereich zu einem reinen Gehweg, der von Radfahrenden nicht benutzt werden kann. Das wurde in gemeinsamer Absprache mit der Polizeiinspektion und der Straßenverkehrsbehörde noch einmal bestätigt. Diese Regelung ist auch im Interesse der Radfahrenden selbst, denn Radfahren auf dem Gehweg innerorts und bergab mit hohem Tempo im Bereich des Godelsberges ist wegen der ein- und ausfahrende Kraftfahrzeuge aus den Grundstückszufahrten und Einmündungen sehr gefährlich.
Damit das Befahren der Fahrbahn attraktiver wird, wurde der Aufstellbereich vor der Ampel an der Einmündung vom Bohlenweg verlängert. So können Radfahrende die wartenden Kraftfahrzeuge schon früher und besser passieren. An der Bismarckallee schließt die Führung an die bestehende Markierung an. Geradeaus in Richtung Innenstadt können die Radfahrenden die Ringstraße passieren und in der Lindenallee die Busspur mitbenutzen.