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20.05.2020:

„Chancenlose Kinder? – Gutes Aufwachsen trotz Überschuldung!“

Schuldner- und Insolvenzberatung Aschaffenburg beteiligt sich an Aktionswoche

 

Unter dem Motto „Chancenlose Kinder? – Gutes Aufwachsen trotz Überschuldung!“ stellt die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung der Wohlfahrts- und Fachverbände in diesem Jahr Kinderrechte in den Mittelpunkt.

Für Kinder und Jugendliche hat die Überschuldung ihrer Familien besonders gravierende Folgen. Sie sind oft dauerhaft von Armut betroffen und haben schlechtere Startchancen, etwa im Bildungssystem oder im späteren Berufsleben.

Hilfe bekommen überschuldete Familien mit ihren Kindern, die ihren Wohnsitz in der Stadt Aschaffenburg haben, bei der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle im Rathaus der Stadt Aschaffenburg. Neben der Schuldenregulierung werden dort auch die persönlichen, familiären und sozialen Lebensumstände in den Blick genommen und soweit möglich, zusätzlich Hilfen angeboten. Denn Überschuldung ist meist mehr als ein finanzielles Problem.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung der Stadt Aschaffenburg unterstützt die bundesweite Aktionswoche von Montag bis Donnerstag, 25. bis 28. Mai, mit einer zusätzlichen telefonischen Abendsprechstunde von 17 bis 19 Uhr, Telefon 06021 330 – 1631 und 1343.

 

Hintergrund

Laut Bertelsmann Stiftung leben 21 Prozent aller Kinder in Deutschland dauerhaft oder wiederkehrend in Armutslagen. Besonders betroffen sind Kinder von alleinerziehenden Eltern sowie Kinder mit mehreren Geschwistern und Kinder mit erwerbslosen Eltern. Die Forschung zeigt, dass Kinderarmut nicht nur die Wohnsituation und den Gesundheitszustand sowie die Bildungs- und soziokulturellen Teilhabemöglichkeiten von Kindern einschränkt, sondern auch schlechtere Chancen im späteren Erwerbsleben begründen kann.

Kinder, so die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV), haben das Recht auf eine von Schuldenproblemen unbelastete Kindheit und Jugend sowie gute Startbedingungen für ihre Zukunft.

Hauptauslöser für Ver- und Überschuldung ist neben Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit auch eine prekäre Einkommenssituation. Kinder und Jugendliche können es aber oft nicht einordnen, wenn ihre Eltern gereizt sind, weil nicht genug Geld da ist. Sie sind mitunter Zeugen bei den häufigen Streitigkeiten und fragen sich nicht selten, ob sie selbst schuld daran sind. Geld für ihre Bedürfnisse ist meistens nicht da.

Die Stadt Aschaffenburg hält ein vielfältiges Beratungs-und Hilfsangebot für betroffene Familien und Alleinerziehende bereit: KoKi Netzwerk frühe Kindheit, Stadtteilmütter -Unterstützung für Familien im Stadtteil, „Familienstützpunkt“, Ausbildungspaten / Ausbildungsbegleiter, Sozialpaten Aschaffenburg (Projekt Schulden – Nein Danke! -Schuldenprävention im Unterricht), Kulturpass Aschaffenburg, Jugendarbeitsberatung, Jugendeinrichtungen, Ferienfreizeiten wie JUKUZ und vieles mehr.

All dies, um Kindern und Jugendlichen außerhalb deren Familie eine Rückzugsmöglichkeit zu geben und um neben einer Lern- und Begegnungsmöglichkeit eine kostenfreie Freizeitgestaltung zu ermöglichen.