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05.01.2021:

Ausschüttung der Herlein-Stiftung

40.000 Euro hat die „Dr. Ernst Herlein und Christine Herlein Stiftung“ im Jahr 2020 für wissenschaftliche, kulturelle und gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet. Folgende Institutionen und Einrichtungen wurden mit einer Spende von jeweils 10.000 Euro unterstützt: Stadttheater Aschaffenburg, Friedrich-Dessauer-Gymnasium und Technische Hochschule Aschaffenburg. Ein weiterer Betrag von 10.000 Euro wurde zu gleichen Teilen an die Pfarrei St. Kilian, Das Diakonie-Sozialkaufhaus und das Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt überwiesen.

 

Bei der „Dr. Ernst Herlein und Christine Herlein Stiftung“ handelt es sich um eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Aschaffenburg. Die Stiftung wurde mit Stiftungsurkunde vom 01. April 2008 durch die Regierung von Unterfranken anerkannt.

Stifter waren Dr. Ernst Herlein sowie seine Frau Christine Herlein. Zweck der Stiftung ist die Förderung von wissenschaftlichen, kulturellen und gemeinnützigen Einrichtungen im Gebiet der Stadt Aschaffenburg.

 

Dr. Ernst Herlein wurde am 14. April 1902 als ältestes Kind und einziger Sohn des Direktors der Aschaffenburger Buntpapierfabrik Alexander Herlein und dessen Frau Elisabeth geboren. Seiner zweiten Ehefrau Christine hinterließ der bescheidene und sparsame Diplom-Kaufmann nach seinem Tod am 20. Mai 1974 ein beträchtliches Vermögen.

 

Christine Herlein überlebte ihren Ehemann um 30 Jahre und verstarb 2005. Ihrem letzten Willen gemäß floss der Großteil ihres Besitzes – Immobilien und Geldanlagen – in die „Dr. Ernst Herlein und Christine Herlein Stiftung“, die vor allen Dingen drei im Testament Christine Herleins namentlich erwähnte Institutionen unterstützen will: Die Technische Hochschule Aschaffenburg, das Stadttheater und das Friedrich Dessauer Gymnasium. Außerdem sollen weitere, nicht näher genannte Bildungs-, Forschungs- und soziale Einrichtungen im Gebiet der Stadt Aschaffenburg gefördert werden.

 

Der Stiftungsvorstand besteht aus folgenden Personen: Helmut Haun (Vorsitzender), Peter Bert (stellvertretender Vorsitzender), Nikolaus Leitz (Beisitzer) und Christina Schmitt (Beisitzer). Der Stiftungsrat hat fünf Mitglieder: Oberbürgermeister Jürgen Herzing (Vorsitzender), Prof. Eva-Maria Beck-Meuth (Präsidentin der Technischen Hochschule Aschaffenburg und stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats), Kai Richter (Direktor des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums), Stiftspfarrer und Dekan Martin Heim (Dekanat Aschaffenburg) und Burkard Fleckenstein (Kulturamtsleiter der Stadt Aschaffenburg).

 

Die Förderung erfolgt jeweils durch Geldzuwendungen entsprechend den Beschlüssen des Stiftungsrates. Die erste Ausschüttung in Höhe von 30.000 Euro konnte nach umfassender Prüfung der Geldanlagen und Immobilien durch den Stiftungsvorstand im September 2011 erfolgen. In den folgenden Jahren erfolgten jeweils Ausschüttungen in Höhe von 40.000 Euro und später in Höhe von 30.000 Euro. Aufgrund der guten Ertragslage der Stiftung war es 2020 wieder möglich, 40.000 Euro auszuschütten.