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10.05.2021:
 Pfarrer Markus Geisendörfer, Architektin Eva Menges, Oberbürgermeister Jürgen Herzing, Bürgermeisterin Jessica Euler, Baureferent Dirk Kleinrüschkamp und der Leiter des Hochbauamtes Walter Hartmann (von links) beim Spatenstich.

Pfarrer Markus Geisendörfer, Architektin Eva Menges, Oberbürgermeister Jürgen Herzing, Bürgermeisterin Jessica Euler, Baureferent Dirk Kleinrüschkamp und der Leiter des Hochbauamtes Walter Hartmann (von links) beim Spatenstich. Foto: Ralf Hettler.

Spatenstich für den Neubau der Kindertagesstätte Anwandeweg

Ab Herbst 2022 wird im Neugebiet Anwandeweg eine neue 6-gruppige Kindertagesstätte zur Verfügung stehen, die auch inklusive Kita- und Krippenplätze anbietet. Zusätzlich integriert wird ein Familienstützpunkt für den Stadtteil Nilkheim. Aus Infektionsschutzgründen fand der Spatenstich am Freitag nur mit geladenen Gästen statt.

Die KITA wird als Holzbau auf einer betonierten Bodenplatte errichtet. Bauen mit Holz ist heute gleichbedeutend mit natürlichem und nachhaltigen Bauen. Im nahezu geschlossenen Stoff- und Energiekreislaufes des Holzbaus leistet man einen größtmöglichen Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels.
Ein kompakter, winkelförmiger Baukörper öffnet sich nach Nord-Osten hin zum großen Freibereich des Neubaugebietes und formuliert mit einer geschlossenen und raumbildenden Seite den städtebaulichen Abschluss nach Südwesten zur Quartiersmitte.
Die 1200 qm Nutzfläche bietet Platz für 110 Kinder und verteilt sich auf zwei Stockwerke. Im Erdgeschoss befindet sich die Kinderkrippe, der Verwaltungsbereich sowie der Mehrzweck- und Essensraum. Im Obergeschoss sind die Gruppenräume für die Kitakinder sowie Therapieräume für die inklusive Kinderhilfe untergebracht.
Der Haupteingang erfolgt von Süden vom neuen Quartiersplatz aus.

Die KITA wird als Passivhaus konzipiert. Die benötige Primärenergie wird zum großen Teil durch die Photovoltaikanlage auf dem Flachdach erzeugt. Die Raumluft wird in Lüftungsgeräte auf dem Flachdach vorkonditioniert und über die Zwischendecke in die Räume verteilt. Die Wärmeerzeugung für die Fußbodenheizung erfolgt über ein Heizaggregat mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe, mit der das Gebäude im Winter beheizt und im Sommer bei Bedarf gekühlt werden kann.
Die Freianlagen werden naturnah angelegt, mit Hügelbildung, robustem Rasen und Spielinseln. Die Ränder sollen als „Dschungel“ ausgebildet werden. Alle Gruppenräume haben einen überdachten Außenbereich, der auch bei schlechten Wetter genutzt werden kann. Der Spielbereich der Krippenkinder wird geschützt direkt am Gebäude angeordnet und mit einem Lattenzaun abgetrennt. Die Spielbereiche für die größeren Kinder haben mehr Freiräume, zum Beispiel eine Bobby-Car-Bahn und den Dschungel.

Für die Planung wurde 2019 ein Architektenwettbewerb europaweit ausgelobt. Das aus elf Juror*innen bestehende Preisgericht tagte am 08.07.2019. Der Vorschlag des Architekturbüros Menges Scheffler Architekten aus Frankfurt überzeugte die Jury und wurde deshalb mit dem 1. Preis ausgezeichnet: „Insgesamt überzeugt der Entwurf durch seine städtebaulich nachvollziehbare Anordnung, seine innenräumlichen Qualitäten sowie die funktionale und effiziente Grundrissanordnung.“

Der Haupt- und Finanzsenat hat am 02.12.2019 den 1. Preisträger, das Architekturbüro Menges Scheffler Architekten PartG mbB. aus Frankfurt, mit der Planung beauftragt. Die Gesamtkosten sind mit 7,03 Mio € veranschlagt. Die Regierung von Unterfranken stellte bisher eine Förderung in Höhe von 1,74 Mo € in Aussicht. Die Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte übernimmt die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Aschaffenburg – St. Lukas.