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14.09.2021:

Interkulturelle Wochen

Bei den Interkulturellen Wochen vom 17. September bis zum 23. Oktober kann man bei insgesamt 50 Veranstaltungen die Vielfalt Aschaffenburgs mit allen Sinnen erleben. Die Interkulturellen Wochen (IKW) finden nun zum zweiten Mal unter Pandemiebedingungen statt.

Für die Veranstaltungen können bewährte digitale Formate weiter genutzt werden. Gleichzeitig sind wieder mehr persönliche Begegnungen möglich. An den Schwerpunkt des vergangenen Jahres zum Thema Rassismus knüpfen einige digitale Angebote in diesem Jahr an.

Das Programm bietet einen bunten Mix von Themen und Formaten und richtet sich an die ganze Stadtgesellschaft.

 

Der Kabarettist Martin Fromme eröffnet die Interkulturellen Wochen am 17. Freitag, 17. September, im Hofgarten-Kabarett. Auch als Moderator, Autor und Schauspieler sorgt er immer dafür, dass Schwerbehinderte besser wahrgenommen werden. Mit bissig-feinsinnigem Witz, der zugleich skurril und tief berührend sein kann, bricht er Tabus. Unterstützt wird er vom Duo „valovi“, das besondere Lieder aus Kroatien und Bosnien-Herzegowina ausgewählt hat, um sie neu zu interpretieren. Das Programm wird live in Gebärdensprache übersetzt.

 

Im vergangenen Jahr sprach Dr. Millay Hyatt über „Critical Whiteness“. Diesmal beleuchtet sie das Thema „Klasse“ im Kontext von Diskriminierung. Der Online-Vortrag „Kein Antirassismus ohne Antiklassismus: Warum wir über Klasse sprechen müssen“ am Dienstag, 28. September, zeigt, warum beide Unterdrückungsformen miteinander verknüpft sind und stellt auch die Frage, warum Diversity-Konzepte selten Strategien zur Überwindung von Klassismus enthalten.

 

Einen Abend der Begegnung rund um das Thema „Flucht“ richtet die Diakonie-Untermain in Kooperation mit dem Martinusforum am Donnerstag, 30. September, aus. Nach einem Impulsreferat zum Thema „Genfer Flüchtlingskonvention – 70 Jahre alt und top aktuell“ wird auch über aktuelle Flüchtlingspolitik diskutiert.

 

Am Freitag, 2. Oktober, gibt es ein Highlight für Freunde der Live-Musik: „Kolektif Istanbul“ sorgen für kreatives Chaos auf der Bühne des Colos-Saals. Die Band verbindet traditionelle anatolische und thrakische Melodien mit Funk, World und Jazz zu einem treibenden Sound, der ebenso Schmelztiegel ist wie ihre Heimat Istanbul. Türkische Rhythmen und westliche Einflüsse verschmelzen zu einer immer tanzbaren Melange, die man mit einem Augenzwinkern als progressive Hochzeitsmusik bezeichnen könnte. Die Bandmitglieder sind ausgezeichnete Instrumentalisten, die an ihren nicht immer alltäglichen Instrumenten eine enorme Bandbreite an musikalischen Genres zu bieten haben — vom Jazz über Balkanmusik bis zu türkischen Standards.

 

Das Casino-Kino zeigt am Mittwoch, 13. Oktober, den Film „Ein nasser Hund“. In dem politischen Coming-of-age-Film geht es um den 16-jährigen Soheil, der als heimlicher Jude unter türkischen und arabischen Jugendlichen in Berlin-Wedding lebt. Nach wahren Begebenheiten wird die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählt, in der es darum geht, sich selbst und seine Wurzeln zu finden. Dahinter verhandelt der Film die Grundlagen von Hass und Gewalt, die Möglichkeit von Toleranz und das schwierige Zusammenleben verschiedener Kulturen.

 

Der AWO-Bezirksverband bietet in Kooperation mit der Migrationsberatung Aschaffenburg einen Online-Vortrag am Dienstag, 19. Oktober, an. Interessierte können sich zum Thema »Afghanistan — Aktuelle Lage« informieren und die jüngste Entwicklung im Land und bei Migration und Flucht aus Afghanistan nachvollziehen. 

 

Der Online Vortrag zum Thema „Rassismus im Bildungssystem“ der Bildungswissenschaftlerin Jennifer Danquah im vergangenen Jahr war ausgebucht. Deshalb spricht Sie am Donnerstag, 21. Oktober, noch einmal zum Thema „Rassismus und Bildung – Rassismuskritische Perspektiven auf Schule“. Sie zeigt auf, wo Rassismus im Bildungssystem wirkt und was man dagegen tun kann.

 

Auch für Kinder und Familien ist einiges geboten:

Für Dienstag, 28. September, lädt der Verein „Migranten für Migranten“ zu einer gemeinsamen Fahrrad-Ausfahrt mit Picknick im Schönbusch ein.

Einen Familiennachmittag auf Spanisch mit Singen, Spielen, Tanzen und Vorlesen bietet der „MIZ e.V. – Miteinander im Zentrum“ am Mittwoch, 29. September.

Im JUKUZ wird am Sonntag, 17. Oktober, Theater für Kinder auf die Bühne gebracht. Um das Andere in jedem von uns geht es im Stück „Der kleine Flontscht“. 

 

Wie immer ist auch Platz für Begegnung:

Eintauchen in die Arabische Küche kann man am Donnerstag, 23. September im Familienstützpunkt in Schweinheim. Von Frauen für Frauen wird ein Nachmittag mit „Märchen aus aller Welt“ am 25. September gestaltet. Und im MIZ e.V. wird am 6. Oktober zum afghanischen Nachmittag eingeladen, um die afghanische Kultur und Lebensart kennenzulernen.

 

Alle 50 Veranstaltungen der Interkulturellen Wochen 2021 gibt es unter www.ikwab.de  oder www.facebook.com/ikwab

 

Hintergrund der IKW:

Die 16. Interkulturellen Wochen (IKW) in Aschaffenburg finden mit 50 Veranstaltungen von 15 Veranstalter*innen statt. Um die IKW in Aschaffenburg noch inklusiver zu gestalten, werden seit 2019 ausgewählte Veranstaltungen von Gebärdensprachdolmetscher*innen übersetzt - in diesem Jahr die Eröffnung der IKW mit dem Kabarettisten Martin Fromme im Hofgarten-Kabarett.

Die Interkulturellen Wochen leisten einen Beitrag, das friedliche Zusammenleben von Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit aktiv zu bewahren und setzen Zeichen für Vielfalt, Solidarität und Toleranz in Aschaffenburg. Dafür bringen wir Menschen zusammen und ermöglichen Begegnungen, ob vor Ort oder digital.

Die IKW sind eine bundesweite Initiative, die 1975 gegründet wurde. In Aschaffenburg werden sie vom Arbeitskreis IKW organisiert. Dieser besteht aus sieben Mitgliedern:

AWO Migrationsberatung, Der Paritätische, Diakonie Aschaffenburg, GbF Aschaffenburg, Nord-Süd-Forum, Stadtjugendring Aschaffenburg und Stadt Aschaffenburg.