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07.10.2021:
 Jürgen Herzing und Jessica Euler unterzeichnen die Zielvereinbarung.

Jürgen Herzing und Jessica Euler unterzeichnen die Zielvereinbarung. Im Hintergrund (v.l.): : Oliver Theiß und Tim Steinbart von der Stadt Aschafffenburg, Dr. Lea Firmhofer und Dr. Lea Schütze (BNE), und Umweltamtsleiter Marc Busse (v.l.). Foto: Ralf Hettler /Stadt Aschaffenburg.

Nachhaltigkeit lernen: Aschaffenburg wird Modellkommune

Aschaffenburg wird Modellkommune für Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Oberbürgermeister Jürgen Herzing und Bürgermeisterin Jessica Euler haben die Zielvereinbarung der Stadt Aschaffenburg mit dem Kompetenzzentrum Bildung für Nachhaltige Entwicklung unterzeichnet.  Ziel der Zusammenarbeit ist die systematische Weiterentwicklung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der bestehenden Aschaffenburger Bildungslandschaft. Als eine von bundesweit nur 50 „Modellkommunen für Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ wird die Stadt dabei mit einer Prozessbegleitung und kontinuierlicher Beratung vom Kompetenzzentrum unterstützt.

 

„Die Stadt Aschaffenburg ist seit Jahren sehr engagiert im Bereich Nachhaltigkeit. Die Einrichtung der Lokalen Agenda21 bereits Mitte der 1990er Jahre und deren erfolgreiche Arbeit belegen dies eindrucksvoll. Wir freuen uns sehr, das hoch engagierte städtische Bildungsbüro in den nächsten Jahren dabei zu begleiten, auch BNE stärker in die geschaffenen Strukturen zu tragen und Bildung als wesentlichen Motor von nachhaltiger Entwicklung zu vermitteln und zu nutzen.“ sagt Dr. Lea Schütze, Projektleiterin des BNE-Kompetenzzentrums Süd, anlässlich der Unterzeichnung.

 

Das kommunale Bildungsmanagement wird dabei die Vernetzung, strategische Planung und die Sichtbarmachung von BNE-Aktivitäten und Akteurinnen und Akteuren vorantreiben. Das Bildungsbüro arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich daran, Bildung für alle in den Mittelpunkt zu rücken und die kommunale Bildungslandschaft zu vernetzen. Auch die Weiterentwicklung von BNE wird sich an den Leitlinien „Lebenslanges Lernen“ und „Teilhabe durch Bildung“ orientieren.

 

Als nächster Schritt wird gemeinsam mit kommunalen Akteuren der Bildungslandschaft ein Umsetzungsplan entwickelt, der zielorientiert die Entwicklungsperspektiven der Kommune konkretisiert.

 

Nachhaltige Entwicklung, BNE und das Ziel BNE-Bildungslandschaft:

Das Konzept Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) basiert auf der Idee, dass jeder Mensch Nachhaltigkeit beziehungsweise nachhaltiges Verhalten erlernen und sein Handeln daran ausrichten kann. Um einen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen, müssen möglichst viele Menschen nötiges Wissen erwerben und Kompetenzen zu Nachhaltigkeit in verschiedenen Lebensbereichen entwickeln. Das geht über Schule und Ausbildung weit hinaus: BNE kann zum Beispiel in der Kita, in Fortbildungen, Volkshochschulkursen, in Beteiligungsprojekten oder auf Lehrpfaden vermittelt werden. Damit eine BNE-Bildungslandschaft entsteht, müssen die Angebote vernetzt, strategisch aufeinander ausgerichtet und langfristig geplant werden. In diesem Prozess begleitet das BNE-Kompetenzzentrum die Modellkommunen.

 

BNE-Kompetenzzentrum

Das BNE-Kompetenzzentrum unterstützt die Stadt zudem über eine Prozessbegleitung vor Ort und Qualifizierungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der kommunalen Bildungslandschaft. Zudem werden die Prozesse vor Ort wissenschaftlich evaluiert und die Ergebnisse laufend in die Prozess-begleitung einbezogen. Das Büro in München ist eines von bundesweit drei Standorten.

Die Grundlage für das Konzept der „Nachhaltigen Entwicklung“ bilden die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Nachhaltigkeit bedeutet, nicht auf Kosten anderer Regionen der Welt oder der künftigen Generationen zu leben. Sehr kurz gefasst bedeutet das, dass gemeinsam eine zukunftsfähige Gesellschaft gestaltet werden soll – nachhaltig in ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen.