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18.11.2021:

Weihnachtsmarkt abgesagt: Dezentrale Standorte für Schausteller in der Innenstadt

Oberbürgermeister Jürgen Herzing hat in Abstimmung mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz und den Schaustellerverbänden entschieden, den Aschaffenburger Weihnachtsmarkt 2021 abzusagen. Die Stadt sieht dies als einen wesentlichen Beitrag dazu, Menschenansammlungen zu vermeiden und Infektionsrisiken zu mindern. „Vielleicht trägt dies dazu bei, die Beschäftigten in unseren Krankenhäusern und im Rettungsdienst, die an ihrer Belastungsgrenze arbeiten, zu entlasten“, so Herzing.

 

Nachdem der Freistaat Bayern die Rahmenbedingungen für Weihnachtsmärkte festgelegt hatte, die Belegung der regionalen Krankenhäuser mit Covid-Patienten minimal war, die Inzidenzahl in Aschaffenburg bei 50 lag und diese Inzidenzzahl seit einem Monat rückläufig war, hat die Stadt sich Ende Oktober dazu entschlossen, 2021 in Aschaffenburg wieder einen Weihnachtsmarkt durchzuführen. Seitdem war die Stadtverwaltung in enger Abstimmung mit den Schaustellerverbänden dabei, mit Begeisterung und hohem Engagement den Weihnachtsmarkt vorzubereiten.

Leider haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Die Inzidenz steigt seit Anfang November rasant an. Inzwischen liegt die Inzidenzahl in der Stadt bei 439. In den benachbarten Landkreisen sind die Zahlen nur wenig besser. Das Infektionsgeschehen ist diffus und lässt sich nicht einzelnen Hotspots zuordnen. Im Klinikum liegen inzwischen wieder 31 Covidpatienten, davon 8 auf Intensivstation. Die Tatsache, dass in der Region viele kleinere und größere Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, lässt einen verstärkten Ansturm auf den städtischen Weihnachtsmarkt erwarten. Auch die erhöhten Zugangsanforderungen im Gastronomie- und Veranstaltungssektor werden den Besucherdruck auf den städtischen Weihnachtsmarkt zusätzlich erhöhen.

Dies würde es erforderlich machen, die Freiflächen zwischen den Ständen nochmals zu erhöhen, was aus Platzgründen nicht möglich ist. Auch die Trennung von Gastronomie und Warenangebot scheitert am fehlenden Raum. Entsprechend gilt dies für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wie Einzäunung mit Zugangsbeschränkungen und Zugangskontrollen, die zudem dem Weihnachtsmarkt eines wesentlichen Teils seines Zaubers beraubt hätten.

 

Die Stadt ist sich aber auch bewusst, dass die Absage des Weihnachtsmarktes für die Schausteller einen harten Schlag darstellt. Sie hat bereits klargestellt, dass die dezentralen Standorte im Innenstadtbereich, die den Verbänden im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt wurden, auch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden. Das Platzangebot soll in enger Abstimmung mit den Verbänden weiter optimiert werden. Die Stadt hofft, hiermit die wirtschaftliche Situation wenigstens etwas zu verbessern und bittet für etwaige Beeinträchtigungen um Verständnis.