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22.04.2022:

Kulturpreis der Stadt Aschaffenburg geht an Dr. Brigitte Schad

Laut Satzung der Stiftung Kulturpreis Aschaffenburg ist Zweck der Stiftung „die Förderung und Anerkennung besonders hervorragender Leistungen im Bereich des Kulturlebens der Stadt Aschaffenburg“. Dr. Brigitte Schad hat sich nach Überzeugung des Stiftungsbeirates in besonders hervorragender Weise als Förderin von Kunst und Kultur in der Stadt Aschaffenburg hervorgetan.
Brigitte Schad hat ihr gesamtes Leben der Erforschung, der Pflege und der Vermittlung der Kultur in und um Aschaffenburg gewidmet und ist auch lange nach Erreichen des Ruhestandsalters ehrenamtlich nahezu in Vollzeit in diesen Angelegenheiten aktiv.

Bereits ihre Dissertation über den frühen Clemens Brentano beschäftigte sich mit der regionalen Kulturgeschichte. Ihre Kurse an der Volkshochschule schlugen sich dann auch in der Bildung eines Brentano-Arbeitskreises nieder. Dieser war ein wichtiger Impulsgeber für die Gründung der Brentano-Akademie Aschaffenburg, die sich im Juni 2022 der interessierten Öffentlichkeit präsentieren wird.

Eines ihrer Hauptanliegen aber war es, in der Geburtsstadt von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) für diesen berühmten Expressionisten eine angemessene Erinnerungskultur ins Werk zu setzen. Dieses Ziel wurde greifbar, als das Geburtshaus von Kirchner gegenüber dem Bahnhof verfügbar wurde. Mit unermüdlichem persönlichen Einsatz strebte sie nach der musealen Nutzung des Gebäudes und initiierte 2011 zunächst die Gründung des Vereins „KirchnerHAUS Aschaffenburg e. V.“, dessen Mitglieder sie zu anhaltend begeistertem Engagement motivieren konnte. 2015 war es schließlich möglich, nach entsprechender Ertüchtigung des Erdgeschosses eine erste Ausstellung mit Werken Kirchners zu präsentieren.

Ohne das durchschlagende persönliche Engagement von Frau Dr. Brigitte Schad wäre diese Erinnerungsstätte weder entstanden noch bis heute als international bekanntes und wahrgenommenes Museum erhalten geblieben. Mit der Ausstellung „Kirchners Badende“ und dem spektakulären „Kirchner-Kubus“ vor dem Hauptbahnhof ging ein kuratorischer Traum für sie in Erfüllung, der auch dem Glanz der Kulturstadt Aschaffenburg nachhaltig zugutekam.

Ebenfalls im Ruhestand führte sie über viele Jahre kunsthistorische Forschungen zum Aschaffenburger Maler Adalbert Hock durch. Diese mündeten nicht nur in einer großen Ausstellung, sondern 2014 vor allem in dem umfassenden Buch „Adalbert Hock – Leben und Werk“.

Der Beirat der „Stiftung Kulturpreis Aschaffenburg“ ist sich einig, dass Frau Dr. Brigitte Schad einen hohen Anteil daran trägt, dass Aschaffenburg heute mit Fug und Recht als Kulturstadt bezeichnet werden darf. Die Verleihung des Kulturpreises ist in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 vorgesehen.