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22.10.2022:
 offizieller Start der Digitalen Manufaktur „dima“

Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Präsidentin der Technischen Hochschule Aschaffenburg, Bürgermeister und Digitalreferent Eric Leiderer und Digitalministerin Judith Gerlach beim offiziellen Start der Digitalen Manufaktur „dima“ (Foto: Ralf Hettler)

Digitalministerin Gerlach fördert mit rund 450.000 Euro: Start der Digitalen Manufaktur

Ein weiteres digitales Projekt der Stadt Aschaffenburg ist heute im Beisein der Bayerischen Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, gestartet: Die "Digitale Manufaktur" – kurz dima. Im Aschaffenburger Digitalladen überreichte Bürgermeister und Digitalreferent Eric Leiderer der Technischen Hochschule Aschaffenburg den offiziellen Weiterleitungsbescheid der Fördermittel. Für das in Deutschland bislang einmalige Projekt hat die Stadt Aschaffenburg im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Kommunal? Digital!“ des Bayerischen Staatministeriums für Digitales einen Förderpreis erhalten. Der Freistaat investiert mit dem Wettbewerb mehr als 4 Millionen Euro in insgesamt 10 Gewinnerprojekte in den Gewinnerkommunen.

„Die Digitale Manufaktur Aschaffenburg zeigt eindrücklich, wie Technologie in Kommunen bestmöglich und zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt werden kann. Hier werden Künstliche Intelligenz und eine interaktive Plattform clever kombiniert. Wir freuen uns, dass Kommunen wie Aschaffenburg die Initiative bei der Digitalisierung ergreifen. Solche innovativen Ansätze fördern wir gerne“, würdigt Judith Gerlach das Aschaffenburger Zukunftsprojekt.“

Ziel der dima ist es, die Bürger*innen zu ermutigen und zu motivieren, ihre Ideen für ein digitales und nachhaltiges Aschaffenburg einzubringen. „Wir freuen uns sehr, dass wir bei diesem für die Zukunft der Stadt wichtigen Projekt die Technische Hochschule Aschaffenburg als starken Partner an unserer Seite haben“, so Eric Leiderer. Die dima sei ein perfektes Instrument, um die Digitalstrategie „Dialog City“ der Stadt Aschaffenburg auf eine noch breitere Basis zu stellen. Sie nehme die 71.000 Aschaffenburgerinnen und Aschaffenburger nicht nur mit, sondern gebe ihnen eine ideale Plattform, sich aktiv für die Stadt zu engagieren.

Ob Digitalladen, Heimathub, Aschaffenburg 2.0 oder eben jetzt die dima – alle Projekte zielen darauf ab, im Dialog die Stadtbevölkerung an der Entwicklung Aschaffenburgs zu beteiligen. Dafür sollen urbane Begegnungsräume sowohl in realen (analogen) als auch in digitalen Räumen gefördert werden.

Bayerns Digitalministerin betonte, sie wolle die Kommunen bei der Digitalisierung unterstützen und moderne Behörden fördern. Es gehe um  eine Verwaltung, die digitale Lösungen für mehr Nachhaltigkeit und eine Verbesserung von Bürgerservices einsetze und ihre Zukunft aktiv gestalte. „Dieses Ziel gehen wir gemeinsam mit den Kommunen an“, so Gerlach.

Dafür stehe auch das Förderprogramm „Kommunal? Digital!“ des Bayerischen Digitalministeriums. Gerlach erklärt: „Die Preisträgerkommunen sollen sich untereinander vernetzen und auch die eine oder andere Nachbarkommune zum Mitmachen anstiften. Ganz nach dem Motto: „Von Kommunen für Kommunen“.

Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Präsidentin der Technischen Hochschule Aschaffenburg, nahm den Weiterleitungsbescheid entgegen: „Mit unserem hochschuleigenen Kompetenzzentrum Künstliche Intelligenz möchten wir einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die wertvollen Ideen der Bürgerinnen und Bürger so weiterzuentwickeln, dass sie den Alltag von uns allen nachhaltig verbessern.“

Hintergrund: Der Zukunftsassistent dima

Die dima will Bürger*innen zur Entwicklung von Ideen und Projekten mit digitalen Mitteln ermuntern. Herzstück ist eine digitale Plattform mit integrierter Künstlicher Intelligenz (KI). Das Besondere daran ist, dass sie die Bürger*innen mit der Design-Thinking-Methode durch die Anwendung begleiten wird, um von einem Problem zu einer guten Lösung und somit Idee für die Stadt zu kommen. Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Aschaffenburg entwickelt das dima-Team bis Ende März 2024 den ersten Prototypen.

Für eine erste Testphase wurde das Thema „Verkehr und Mobilität“ gewählt. Die KI muss hierfür mit anonymisierten Daten befüllt werden, um sie anzulernen und den Umgang mit den Daten zu erproben. Weitere Möglichkeiten werden folgen, Mitentwickler*in oder Mitwirkende*r der dima zu werden. Die Stadt wird sie auf digital.aschaffenburg.de/dima veröffentlichen.

Die dima-Plattform soll bei der Bewertung von Machbarkeit und Ressourcen helfen, Netzwerke und mögliche Partner aufzeigen, Fördermöglichkeiten nennen und ein Umsetzungskonzept darstellen. Am Ende der Projektentwicklung steht im Idealfall eine durch KI optimierte individuelle "Projektmappe", die an mögliche Partner zur Realisierung übermittelt werden kann.

Das digitale Beteiligungsangebot richtet sich an alle Bürger*innen. Analoge Anlaufstelle wird der Digitalladen der Stadt Aschaffenburg im Roßmarkt 11. Hier stehen den Bürgern neben persönlichen Ansprechpartner*innen auch ein interaktiver Bildschirm und WLAN-Arbeitsplätze zur Verfügung.


Die dima erleben

Am 28. Oktober können sich die Aschaffenburger*innen im JUKUZ, Kirchhofweg 2, von 14 bis 17 Uhr über die Digitale Manufaktur informieren. Nach einem Überblick über das Projekt werden in drei parallel laufenden Gruppen die Kernelemente der Dima vorgestellt. Das sind die Themen  Künstliche Intelligenz, Design-Thinking – eine kreative Methode, um Innovationen zu generieren – und eine Bürgerbeteiligungsaktion, bei der die Teilnehmenden Lösungen für ein Bürgeranliegen diskutieren. Die Abschlussrunde bietet Gelegenheit für Austausch und um vielleicht auch schon erste Ideen für die dima zu generieren. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen unter https://digital.aschaffenburg.de/dima/die-dima-und-du/.