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„Bildungsregionen in Bayern“

Im Mai 2014 wurde die Stadt Aschaffenburg als erste Region in Unterfranken mit dem Qualitätssiegel „Bildungsregion Aschaffenburg“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus ausgezeichnet.

Regionales Bildungskonzept

Möglich wurde dies, indem über mehrere Monate mit Hilfe von Bürgerbeteiligung ein regionales Bildungskonzept erarbeitet wurde. Die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat zum Ziel, die Bildungsqualität zu verbessern und regionale Bildungsangebote stärker zu vernetzen. In zwei Dialogforen und einer Arbeitsgruppenphase wurden hierfür Ideen und Anregungen gesammelt und weiterentwickelt. Der Input kommt direkt von der Basis: Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Leitungen von Bildungsträgern, Sozialpädagogen, viele weitere Vertreter aus dem Bildungssektor und nicht zuletzt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen.
5 Säulen der Bildungsregion

Ein erster Schritt zur Bildungsregion wurden im März 2013 mit dem 1. Dialogforum getan. In den Arbeitskreisen danach arbeiteten die Beteiligten an den „5 Säulen der Bildungsregion“. Daraus sind unter anderem folgende Ergebnisse entstanden:

Säule 1: Übergänge organisieren und begleiten

Vor allem im Übergang von Kindertagesstätte zu Grundschule gibt es Handlungsbedarf. Kennenlernen und gegenseitige Wertschätzung der Fachkräfte muss ermöglicht, Elternarbeit intensiviert werden. Auch in den Übergängen Grundschule–weiterführende Schuleund Mittelschule–Beruf sollte die Vernetzung des Fachpersonals ausgebaut werden.

Säule 2: Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen

Unterschiedliche Systeme: Zusammenarbeit muss stets auf Augenhöhe stattfinden, denn außerschulische Bildung ist von großer Bedeutung für den Bildungserfolg und die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Säule 3: Kein Talent darf verloren gehen – Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen

Viele Akteure aus Schulen, Vereinen, Jugendhilfe können ein gutes „Auffangnetz“ bilden für jungeMenschen und deren Familien. Dieser Kreis soll durch einzelne Maßnahmen noch erweitert und verbessert werden, zum Beispiel durch Sprachförderangebote für Flüchtlinge oder inklusive Projekte in der Jugendarbeit. Sozial benachteiligteKinder und Jugendliche benötigen oft besondere Unterstützung und Förderung, um später Chancengleichheit erfahren zu können.

Säule 4: Bürgergesellschaft stärken und entwickeln

Bildungslandschaften sollen gemeinsam gestaltet werden; nicht nur Schule vermittelt Bildung. Mitbestimmung soll gelernt und erfahren werden, Demokratiebildung praktisch vermittelt werden. Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit werden dauerhaft gestärkt, zum Beispiel durch ein regelmäßiges Fortbildungsangebot.

Säule 5: Herausforderungen des demografischen Wandels annehmen

Bewusstsein schaffen: „Bildung kann gelingen, wenn du mitmachst.“ Alle Generationen sollen mit einbezogen werden. Dafür sind zunächst eine Bedarfsermittlung und eine Konzeptentwicklung nötig. Bildungsmonitoring betreiben und dadurch das bestehende Bildungsangebot sichern. Handlungsziele konsequent verfolgen.