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Inhalt

Baugebiet Anwandeweg

Schrägbild mit eingezeichnetem Umgriff des Baugebietes (Foto: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz)

Gestaltungsvorschlag für das Baugebiet

Zur Planungsgeschichte des Neubaugebietes Anwandeweg

Anfang November 2018 beginnt mit den Rodungsarbeiten der erste Bauabschnitt für die Erschließung des Neubaugebietes Anwandeweg in Nilkheim. Das neue Wohngebiet ist das größte Neubaugebiet in Aschaffenburg seit Jahrzehnten. Auf 27 Hektar Fläche werden einmal mehr als 1.800 neue Einwohner wohnen.

Bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts gab es Überlegungen, das heutige Plangebiet in die Siedlungsentwicklung Nilkheims einzubinden. Die spätere Entscheidung, das Areal zwischen Ahornweg und Kleiner Schönbuschallee als Wohngebiet zu entwickeln, hat ihren Ursprung im Flächennutzungsplan der Stadt Aschaffenburg von 1987. Die städtebauliche Planung begann bereits vor mehr als 15 Jahren, als die Stadtverwaltung einen breit angelegten Beteiligungsprozess mit der Nilkheimer Bürgerschaft, Vereinen, gesellschaftlichen Gruppen und den politischen Gremien initiierte, um einen tragfähigen Konsens über die städtebaulichen Ziele zu erreichen: Die sogenannte „Planungswerkstatt Nilkheim“ formulierte Leitlinien als Grundsätze für die Siedlungserweiterung.

Diese Grundsätze waren eine wesentliche Vorgabe für einen von der Stadt Aschaffenburg ausgelobten Städtebaulichen Wettbewerb, der 2010 mit fünf unter allen Bewerbern ausgelosten Teilnehmern von Statten ging. Das besondere an diesem Wettbewerb war, dass die „Planungswerkstatt Nilkheim“ in den Entwurfsprozess eingebunden war. Dieses kooperative Verfahren war methodisch neu und wurde von der Regierung von Unterfranken finanziell gefördert.

Sieger des Wettbewerbs war das Dresdner Planungsbüro „Schellenberg und Bäumler“. Die Entwurfsidee mit einem großen zentralen Grünzug von der Kleinen Schönbuschallee bis zum erweiterten Stadtteilzentrum an der Martin-Luther-Straße bzw. am Geschwister-Scholl-Platz und drei in ihrer Baudichte abgestuften Siedlungsteilen mit einer sparsamen Verkehrserschließung überzeugte das Preisgericht und den Stadtrat.

Als nächster Schritt wurde das Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Hierzu mussten eine ganze Reihe von Gutachten und Fachplanungen, z.B. zum Natur- und Artenschutz, zur Grünordnung, zum Lärmschutz, zur Entwässerung, zum Verkehr, zur solaren Optimierung und zur energiewirtschaftlichen Versorgung erarbeitet werden. Auch Vorgaben zur Bereitstellung von Sozialwohnraum wurden in die Planung aufgenommen. Bereits nach drei Jahren konnte das Rechtsverfahren zum Ende gebracht werden; seit dem Dezember 2014 genießt der Bebauungsplan Rechtskraft.

Auch das Umlegungsverfahren konnte zügig und erfolgreich abgeschlossen werden: Nur drei Jahre brauchte die Stadtverwaltung, um mit mehr als 200 Umlegungsbeteiligten einen Konsens zur Neuordnung der Grundstücke zu erzielen. Der Umlegungsplan wurde 2018 rechtskräftig. Parallel zur Baulandumlegung begann die Erschließungsplanung.