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Inhalt

Flächennutzungsplan

Entwurf FNP 2030

Entwurf FNP 2030

Flächennutzungsplanung

Der Flächennutzungsplan (FNP) ist das zentrale Steuerungsinstrument für eine nachhaltige Siedlungs- und Freiflächenentwicklung. Er stellt die Planungsziele für die nächsten Jahrzehnte in den wichtigsten Bereichen der Stadtentwicklung dar.

Der Flächennutzungsplan legt für das gesamte Stadtgebiet in den Grundzügen fest, wie die unterschiedlichen Gebiete und Bereiche genutzt werden. Auf seiner Grundlage werden für die einzelnen Baugebiete verbindliche Bauleitpläne entwickelt.

Zu den wesentlichen Inhalten des FNP gehören zum einen die schon bebauten Flächen, wie die Wohnbauflächen, gemischten Bauflächen, gewerblichen Bauflächen und  die Sonderbauflächen (z. B. für die Hochschule) und zum anderen die Gebiete, die für eine künftige Bebauung vorgesehen sind und die Gebiete, die von Bebauung freigehalten werden sollen, wie zum Beispiel Grünflächen, Landwirtschaftsflächen und Wald. Außerdem sind im FNP  die wichtigsten Verkehrswege, die Flächen für Versorgungseinrichtungen, etwa für Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser dargestellt.

Mit den Darstellungen des Flächennutzungsplans trifft die Gemeinde für sich selbst und für andere Behörden eine verbindliche Vorentscheidung über ihre künftige städtebauliche Entwicklung. Die privaten Rechte der Bürgerinnen und Bürger werden vom FNP dabei nicht unmittelbar berührt.

Neuaufstellung des Flächennutzungsplans 2030

Der Stadtrat hat beschlossen, den Flächennutzungsplan aus dem Jahr 1987 auf aktuellen Grundlagen und mit Zielhorizont 2030 neu aufzustellen. Hierzu hat die Stadtverwaltung den nun vorliegenden Entwurf des Flächennutzungsplans 2030 vom 15.01.2018 erstellt.

Für diesen Entwurf sind die noch vorhandenen Bauplätze erfasst, die mögliche Entwicklung der Einwohnerzahlen bis 2030 in Betracht gezogen und daraus der voraussichtliche Bedarf an zusätzlichen Wohn- und Gewerbegebieten ermittelt worden. Bei der Verteilung und dem Zuschnitt neuer Baugebiete waen die übergeordneten Planungen auf Bundes-, Landes- und Regionsebene, zahlreiche gesetzliche Vorgaben und nicht zuletzt die bereits vorliegenden städtischen Fachplanungen, wie der Verkehrsentwicklungsplan und der Landschaftsplan zu beachten. Berücksichtigt wurden außerdem die Handlungsempfehlungen einer Demographiewerkstatt, des Beirats zur Lokalen Agenda 21 und der Arbeitsgruppe „Aschaffenburger Stadtbilder“, die zusammengefasst als städtebauliches Leitbild vorliegen. Seine wesentlichen Inhalte sind:

- unsere Innenstadt bleibt Zentrum von Kultur, Verwaltung und Handel

- kurze Wege zwischen Wohnung, Schule, Arbeitsplatz und Einkaufsmöglichkeiten

- Kompakte Stadt – die Innenentwicklung ist einer Außenentwicklung vorzuziehen

- Modernisieren und Weiternutzen alter Bausubstanz ist dem Neubau vorzuziehen

- Wiederbebauen von Abbruchgelände geht vor Erschließen von Freiflächen

- Städtische Grünanlagen mit den Erholungsgebieten am Stadtrand verbinden

- Lärm- und Schadstoffbelastungen mindern und vermeiden

- Energieverbrauch senken

Die Aufstellung dieses Plans hat bereits folgende Beteiligungsschritte absolviert:

- frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 3 Abs. 1 BauGB und

- frühzeitige Behördenbeteiligung gem. § 4 Abs. 1 BauGB.

- öffentliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB

- Behördenbeteiligung gem. § 4 Abs. 2 BauGB

- Mitwirkung der anerkannten Naturschutzverbände gem. Art. 63 BNatSchG

Nach Sichtung und Würdigung der im Aufstellungsverfahren eingegangenen Anregungen und Bedenken ist vorgesehen, den entsprechend weiterentwickelten Planentwurf dem Stadtrat zur Feststellung vorzuschlagen.

Der Abschluss des Verfahrens und das Rechtswirksamwerden des Flächennutzungsplanes 2030 wird für den Herbst 2018 angestrebt.