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Flechtenkartierung

Flechtenbewachsener Baum mit Zählgitter

Foto: Alexander Vorbeck, Fa. Fraxinus

Flechten als Bioindikatoren der Luftqualität

In den Jahren 1991, 1997, 2002, 2008 und 2015 wurden von der Stadt Aschaffenburg Untersuchungen der Flechtenvegetation auf Bäumen im Stadtgebiet veranlasst. Da die einzelnen Flechtenarten unterschiedlich empfindlich auf Luftverunreinigungen reagieren, kann aus dem Vorkommen und der Zusammensetzung einer Flechtengemeinschaft auf die Luftbelastung geschlossen werden. Im Vergleich zu Messungen der Luftschadstoffkonzentrationen, die meist nur einige wenige Schadstoffe berücksichtigen, können mit der Methode der Flechtenkartierung Aussagen über die Wirkung aller vorhandenen Schadstoffe und deren Wechselwirkungen getroffen werden.


Ergebnisse:
Die Luftqualität hatte sich bei den vergangenen Untersuchungen im Vergleich zur Vorgängerkartierung jeweils deutlich verbessert. 2015 konnten im Vergleich zu 2009 durch die Flechten keine markanten Veränderungen der Luftqualität mehr festgestellt werden.

2015 erfolgte erstmals eine Auswertung der Flechtendaten nach einer neuen Methode des Klimawandel-Biomonitorings: Ausgewiesene Klimawandelzeiger unter den Flechten haben über einen Zeitraum von 25 Jahren deutlich zugenommen. Mittlerweile werden fast alle Messflächen von Klimawandelzeigern besiedelt.