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Projekte

Die Bestände des Stadt- und Stiftsarchivs enthalten vielschichtige Informationen über besondere Ereignisse oder Jubiläen und ganz alltägliche Lebenssituationen. Um Vergangenes lebendig zu machen, werden zu besonderen Anlässen ausgewählte Quellen zusammengestellt  und präsentiert. Außerdem unterstützt das Archiv aktuelle Forschungsvorhaben und Schulprojekte.

Schlaglichter - Aschaffenburg im Ersten Weltkrieg
  • Hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs werden seit August 2014 im Stadt- und Stiftsarchiv ausgewählte Dokumente und Objekte gezeigt, die die Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung Aschaffenburgs und den zunehmend von der Mangelwirtschaft geprägten Alltag deutlich machen.

    Monatliche Schlaglichter rücken die unterschiedlichen Aspekte in den Blickpunkt und stellen immer wieder den lokalen Bezug her, der sich beispielsweise in der Einrichtung der zahlreichen Lazarette oder anhand persönlicher Schicksale zeigt.

    Die Präsentation wechselt jeweils zum 1. Samstag im Monat und ist während der Öffnungszeiten des Stadt- und Stiftsarchivs im 1. Stock zugänglich.

    Fragen und Anregungen nehmen wir gerne entgegen, bitte wenden Sie sich an:

    Stadt- und Stiftsarchiv
    Stephanie Goethals
    Wermbachstr. 15
    63739 Aschaffenburg

    Telefon:
    +49 6021 45 61 05 12
    Telefax:
    +49 6021 2 95 40
    Email:
  • Am 16. Juli 1918  informierte die

    Am 16. Juli 1918 informierte die "Aschaffenburger Zeitung" über das Ausmaß der grassierenden Spanische Krankheit in der Stadt

    Schlaglicht Juli 1918

    Die Spanische Krankheit

    Im Juli 1918 erreichte die „Spanische Krankheit“ auch Aschaf­fenburg. Unter den 45 Personen, die hier in diesem Monat star­ben und im Standesamtsregister eingetragen wurden, befanden sich neun, die den Folgen der Influenza, z.T. in Kombination mit einer Lungenentzündung erlagen.

    Die Aschaffenburger Zeitung veröffentlichte eine Reihe von Bei­trägen und Meldungen, die im Zusammenhang mit der seit April in Europa grassierenden Pandemie standen, und deren erster Höhepunkt in die Zeit des Frühjahrs 1918 fiel.

    Von der französischen Hafenstadt Brest aus breitete sie sich sowohl in der Zivilbevölkerung als auch unter den Soldaten aus. In den ersten Maihälfte des Jahres 1918 meldete die britische Marine über 10.000 Krankheitsfälle. In Deutschland lag der Höhepunkt der ersten Welle im Juni. Der deutsche General Ludendorff sah als Grund für das Versagen der Sommeroffen­sive – die letzte deutsche Großoffensive vom 15. Juli 1918 bei Reims und in der Champagne verpuffte nahezu wirkungslos, trotz sehr starker Artillerievorbereitung – die unter den Soldaten um sich greifende Grippewelle.

    Der Krankheitsverlauf war grundsätzlich heftig und kurz und ging mit starkem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einher. Den meisten Erkrankten ging es nach wenigen Tagen wieder besser. Todesfälle waren meist bei zusätzlicher Komplikation auf eine Lungenentzündung zurückzuführen.