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Projekte

Die Bestände des Stadt- und Stiftsarchivs enthalten vielschichtige Informationen über besondere Ereignisse oder Jubiläen und ganz alltägliche Lebenssituationen. Um Vergangenes lebendig zu machen, werden zu besonderen Anlässen ausgewählte Quellen zusammengestellt  und präsentiert. Außerdem unterstützt das Archiv aktuelle Forschungsvorhaben und Schulprojekte.

Schlaglichter - Aschaffenburg im Ersten Weltkrieg
  • Hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs werden seit August 2014 im Stadt- und Stiftsarchiv ausgewählte Dokumente und Objekte gezeigt, die die Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung Aschaffenburgs und den zunehmend von der Mangelwirtschaft geprägten Alltag deutlich machen.

    Monatliche Schlaglichter rücken die unterschiedlichen Aspekte in den Blickpunkt und stellen immer wieder den lokalen Bezug her, der sich beispielsweise in der Einrichtung der zahlreichen Lazarette oder anhand persönlicher Schicksale zeigt.

    Die Präsentation wechselt jeweils zum 1. Samstag im Monat und ist während der Öffnungszeiten des Stadt- und Stiftsarchivs im 1. Stock zugänglich.

    Fragen und Anregungen nehmen wir gerne entgegen, bitte wenden Sie sich an:

    Stadt- und Stiftsarchiv
    Stephanie Goethals
    Wermbachstr. 15
    63739 Aschaffenburg

    Telefon:
    +49 6021 45 61 05 12
    Telefax:
    +49 6021 2 95 40
    Email:
  • Eine Broschüre zeigt beispielhaft, wo Kriegsbeschädigte eingesetzt werden können (aus: SSAA, ZGS 181)

    Eine Broschüre zeigt beispielhaft, wo Kriegsbeschädigte eingesetzt werden können (aus: SSAA, ZGS 181)

    Schlaglicht September 1918

    Unterstützung der Kriegsversehrten

    Bereits im Januar 1916 hatte der Stadtmagistrat beschlos­sen, mit staatlicher Hilfe Fortbildungskurse für Kriegsinvali­den einzurichten. Auch in den folgenden Jahren bemühte man sich um Unterstützung und Beschäftigungsmöglich­keiten, u.a. auch innerhalb der städtischen Verwaltung.

    So waren zwei „Aushilfsschreiber“ im Einwohnermeldeamt be­schäftigt, die wegen – bei einer erneuten Musterung fest­gestellten – Militärtauglichkeit wieder eingezogen werden sollten. Die Stadtverwaltung bat um ihre Zurückstellung und begründete dies damit, dass ihre Arbeitskraft angesichts der zahlreichen zusätzlichen Aufgaben unersetzlich sei.

    Die Aschaffenburger Ortsgruppe im Bayerischen Bund der Kriegsbeschädigten lud im September 1918 zu zwei Veran­staltungen ein, darüber hinaus enthält die „Aschaffenburger Zeitung“ weitere Hinweise auf die Bemühungen zur Inte­gration der Kriegsverletzten auf dem Arbeitsmarkt. Die Geschäftsstelle der Kriegsinvalidenfürsorge rief „Landwirte, Industrielle, Kaufleute und Handwerksmeister“ dazu auf, Arbeitsgelegenheiten „für Einarmige“ zu schaffen. „Das ist nicht nur vaterländische Pflicht, sondern das gebietet uns die eigene Klugheit im Interesse unserer gesamten Wirt­schaftsentwicklung“, so der Appell in einem dazugehörigen Beitrag.

    Postkarten und Aufrufe belegen die staatlich geförderten Maßnahmen zur Förderung der zahlreichen Kriegsver­sehrten, Sammellisten der Ludendorff-Spende dokumen­tieren die Spendenbereitschaft der Aschaffenburger Bevölkerung.

    Link zum Archiv-Blog mit der virtuellen Präsentation des Schlaglichts.