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Stadtoberhäupter

Geboren am 18. Dezember 1900 in Pfaffenhofen/Ilm, gestorben am 6. April 1978 in Aschaffenburg

Der Finanzbeamte Wilhelm Wohlgemuth wurde 1933 Nachfolger von Dr. Wilhelm Matt, am 19. Mai offiziell zum Oberbürgermeister befördert, ferner zum Kreisleiter der NSDAP und Untersturmführer (später Obersturmbannführer) der SS ernannt. Als treuer Nationalsozialist setzte er die Vorgaben Hitlers um: Untersagung der freien Meinungsäußerung, Kampf gegen alle Systemfeinde mit Hilfe der SA und SS, Judenverfolgung. Städtebauliche Veränderungen wie die Besiedlung Nilkheims und die Gründung der Strietwald-Siedlung tragen seine Handschrift. „Ungünstige politische Verhältnisse“ führten 1944 zu seiner Ablösung als Stadtoberhaupt; die Leitung der Stadtverwaltung übernahm Rechtsrat Hugo Häusner. Wilhelm Wohlgemuth widmete sich nun nur noch der Partei. Nach der Kapitulation der „Festung Aschaffenburg“ wurde er im April 1945 verhaftet und 1948 zu vier Jahren „Sonderarbeit“ verurteilt.