Kommunale Gesundheitsvorsorge und Prävention

Gesundheit und Prävention in Aschaffenburg

Im Jahr 1989 wurden durch Einführung des § 20 in das fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V) die Prävention und die betriebliche Gesundheitsförderung gesetzlich verankert und 2015 durch das Bundespräventiongesetz verstärkt. Die Krankenkassen haben einen gesetzlichen Präventionsauftrag, dieser wird durch die kommunale Gesundheitsarbeit der Stadt Aschaffenburg unterstützt.
 
Die Stadt Aschaffenburg bekennt sich also, neben den Wirkungsbereichen des Gesundheitsamtes, zu dem Handlungsfeld Gesundheit als kommunale Aufgabe.
 
Die bisherigen Erfahrungen wurden in den letzten Jahren in Modellprojekten im Rahmen der Sozialen Stadt durch bürgernahe und bedarfsgerechte Bewegungsangebote gesammelt, die niedrigschwellig und kostengünstig angeboten werden konnten. Viele der Maßnahmen wurden an Vereine übergeben und somit verstetigt. Ein Erfolg der nachhaltigen Arbeit ist die Stärkung der Vereine, die bürgernahe Ansprache durch direkte Abfrage der Bedarfe und die breite Netzwerkarbeit, die sich durch die Entwicklung gemeinsamer Kurse gebildet hat.
 
Um den Modellcharakter der Sozialen Stadt auf eine gesamtstädtische Ebene zu heben, schreibt die Stadt Aschaffenburg ihr Konzept zur Gesundheitsförderung & Prävention fort. Die Stadt Aschaffenburg ist dem Gesunde Städte Netzwerk beigetreten. Es versteht sich als Teil der „Gesunde Städte“-Bewegung der WHO. Ausgangspunkt für die Gesunde Städte-Initiative der WHO ist die „Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung“ von 1986. Das Netzwerk ist ein freiwilliger Zusammenschluss der beteiligten Kommunen. Es geht darum, ein Bewusstsein in der Politik und der Gesellschaft zu schaffen, wie wichtig Gesundheit ist.

Aktuelles - kommunale Gesundheitsvorsorge und Prävention

Bewegung im Park 2026

Bewegung im Park

Sitz-Yoga Bild: © Anja Wink

Auch in diesem Sommer heißt es wieder: Raus ins Grüne und die Stadt Aschaffenburg lädt alle ein zur kostenfreien Mitmachaktion „Bewegung im Park“ – samstags auf der Großmutterwiese und donnerstags in Damm. Die Kurse finden vom 3. August bis 14. September auf der Großmutterwiese und in Damm am Aschaffgrünzug – alle Termine gibt es demnächst hier im Kursplan.

Mitmachen ist ganz einfach:

  • Offen für alle Altersgruppen
  • Keine Anmeldung nötig
  • Bequeme Kleidung und Sportschuhe, eine Matte oder Decke mitbringen!

Für Übungsleitende und Teilnehmende: Ausreichend zu Trinken mitbringen und Sonnenschutz auftragen, den Schatten aufsuchen und auf Pausen achten!

Bewegung im Park 2025 Bild: © Anja Wink

Ob Entspannung, Bewegung oder einfach dabei sein – „Bewegung im Park“ bringt Menschen zusammen und macht den Sommer aktiv. Hier gibt es alle Infos zu den Kursinhalten.

Neu: Treffpunkt Großmutterwiese ist das Häuschen am Wasserspielplatz.

Wir freuen uns auf euch!

Haftungsausschluss: Die Teilnahme an den Kursen ist freiwillig und die Kursteilnehmenden handeln auf eigenes Risiko - keine Haftungsübernahme für Schäden jeglicher Art.

Die Aktion „Bewegung im Park“ findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sommer in Aschaffenburg“ statt.

Bewegungsplätze

Gesundheitstipps

Hier finden Sie aktuelle Tipps mit weiterführenden Links zu den verschiedensten Gesundheitsthemen.

Hitzeaktionsplan & weitere Informationen

Hitzeaktionsplan der Stadt Aschaffenburg – Gemeinsam aktiv gegen die Hitze

Das Wichtigste in Kürze

Aufgrund bereits spürbarer Hitzebelastungen, die in Zukunft in Anzahl und Intensität zunehmen werden, entwickelt die Stadt Aschaffenburg einen Hitzeaktionsplan. Dieser Plan wird die Klimaanpassungsstrategie ergänzen und umfasst verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, insbesondere hitzevulnerabler, hilfloser Gruppen, vor gesundheitlichen Folgen extremer Wärme.


Der Hitzeaktionsplan wird in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren aus Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung und Zivilgesellschaft erarbeitet. Die Koordination erfolgt im  Amt für Stadtplanung und Klimamanagement.

Zentrale Ziele sind die Aufklärung über Hitzeschutz, die Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitswesens, die Erhöhung der Hitzeresilienz sozialer Einrichtungen sowie die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Stadt.


Hintergrund – Hitze in Aschaffenburg

Lokale Wetteraufzeichnungen zeigen deutlich steigende Temperaturen und häufiger auftretende Hitzewellen. Auch in Mittelgebirgsregionen wie Unterfranken sind über 30 °C an Sommertagen inzwischen häufiger geworden – mit erheblichen Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und alltägliche Leistungen.

Hitze wirkt sich nicht auf alle Menschen gleich aus: besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder, Schwangere oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Erarbeitung des Hitzeaktionsplans

Der Hitzeaktionsplan für Aschaffenburg wird gemeinsam mit Verwaltung, lokalen Akteuren und der Stadtgesellschaft entwickelt. Ziel ist es, einen strukturierten Prozess zum Hitzeschutz zu etablieren sowie praktische und langfristig wirksame Maßnahmen umzusetzen.

Ein starker Fokus liegt auf Bürgerbeteiligung:

  • Online-Befragungen, bei denen Einwohner und Einwohnerinnen besonders betroffene Orte benennen können,
  • Informationsveranstaltungen vor Ort,
  • Workshops zur Entwicklung und Priorisierung konkreter Maßnahmen.

Der Plan wird im Rahmen politischer Gremien in Aschaffenburg im Herbst 2026 beraten und beschlossen, bevor er veröffentlicht und zur Umsetzung gebracht wird.

Ziele des Hitzeaktionsplans

Der Hitzeaktionsplan verfolgt folgende Kernziele:

  • Information und Selbst-Schutz – Alle Einwohner und Einwohnerinnen von Aschaffenburg, besonders hitzevulnerable Gruppen, werden über gesundheitliche Auswirkungen der Hitze informiert und durch eigenverantwortlich umsetzbare Maßnahmen geschützt.
  • Hitzeschutz in sozialen Einrichtungen – Soziale Einrichtungen werden für Hitzeereignisse vorbereitet und entwickeln entsprechende Schutzkonzepte.
  • Hitzeresilienz städtischer Gebäude – Bei Neubauten und Sanierungen wird Hitzeschutz berücksichtigt (Beschattung, Fassadengestaltung, Begrünung etc.).
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität – Öffentliche Plätze in Aschaffenburg sollen durch schattige Bereiche, Trinkbrunnen, Bäume und Grünflächen aufgewertet werden.

Diese Ziele können nur durch eine intensive Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft erreicht werden.

Zentrale Maßnahmen und Umsetzung

Der Hitzeaktionsplan gliedert alle Maßnahmen in drei zeitliche Bereiche:

  • Vorbereitend: Bildungs- und Informationskampagnen, Sensibilisierung und Aufbau eines Hitzeschutznetzwerks.
  • Akut: Schutzmaßnahmen bei bevorstehenden Hitzewellen (z. B. Warnsysteme, Bereitstellung kühler Räume).
  • Langfristig: Stadtplanung mit Fokus auf Klimaresilienz, nachhaltige Bebauung und Aufwertung von Grünflächen.

Wie Sie sich beteiligen können

Die Stadt Aschaffenburg lädt alle Bürger und Bürgerinnen ein, sich aktiv am Hitzeaktionsplan zu beteiligen:

Angebote im Quartier

Hier finden Sie demnächst weitere Informationen zu Angeboten in den einzelnen Stadtteilen.

Gesunde Städte-Netzwerk

Logo Gesunde Städte-Netzwerk

Im Jahr 2013 ist die Stadt Aschaffenburg dem Gesunde Städte-Netzwerk beigetreten. Das Netzwerk stellt einen freiwilligen Zusammenschluss von Kommunen der Bundesrepublik Deutschland dar. Es tritt dafür ein, dass die Gesundheitförderung im Alltag der Menschen ankommt und versteht sich als kommunales Sprachrohr auf der Bundesebene. Grundlage für die Gesundheitsarbeit ist das vom Stradtrat beschlossene Konzept "Gesundheitsförderung und Prävention". Regelmäßige Bundes- sowie Regionaltreffen ermöglichen einen Austausch mit anderen Städten und Kommunen.

Weitere Informationen zum Gesunde Städte-Netzwerk

Archiv und vergangene Projekte