Hitzeaktionsplan & weitere Informationen
Hitzeaktionsplan der Stadt Aschaffenburg – Gemeinsam aktiv gegen die Hitze
Das Wichtigste in Kürze
Aufgrund bereits spürbarer Hitzebelastungen, die in Zukunft in Anzahl und Intensität zunehmen werden, entwickelt die Stadt Aschaffenburg einen Hitzeaktionsplan. Dieser Plan wird die Klimaanpassungsstrategie ergänzen und umfasst verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung, insbesondere hitzevulnerabler, hilfloser Gruppen, vor gesundheitlichen Folgen extremer Wärme.
Der Hitzeaktionsplan wird in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren aus Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung und Zivilgesellschaft erarbeitet. Die Koordination erfolgt im Amt für Stadtplanung und Klimamanagement.
Zentrale Ziele sind die Aufklärung über Hitzeschutz, die Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitswesens, die Erhöhung der Hitzeresilienz sozialer Einrichtungen sowie die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Stadt.
Hintergrund – Hitze in Aschaffenburg
Lokale Wetteraufzeichnungen zeigen deutlich steigende Temperaturen und häufiger auftretende Hitzewellen. Auch in Mittelgebirgsregionen wie Unterfranken sind über 30 °C an Sommertagen inzwischen häufiger geworden – mit erheblichen Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und alltägliche Leistungen.
Hitze wirkt sich nicht auf alle Menschen gleich aus: besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder, Schwangere oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Erarbeitung des Hitzeaktionsplans
Der Hitzeaktionsplan für Aschaffenburg wird gemeinsam mit Verwaltung, lokalen Akteuren und der Stadtgesellschaft entwickelt. Ziel ist es, einen strukturierten Prozess zum Hitzeschutz zu etablieren sowie praktische und langfristig wirksame Maßnahmen umzusetzen.
Ein starker Fokus liegt auf Bürgerbeteiligung:
- Online-Befragungen, bei denen Einwohner und Einwohnerinnen besonders betroffene Orte benennen können,
- Informationsveranstaltungen vor Ort,
- Workshops zur Entwicklung und Priorisierung konkreter Maßnahmen.
Der Plan wird im Rahmen politischer Gremien in Aschaffenburg im Herbst 2026 beraten und beschlossen, bevor er veröffentlicht und zur Umsetzung gebracht wird.
Ziele des Hitzeaktionsplans
Der Hitzeaktionsplan verfolgt folgende Kernziele:
- Information und Selbst-Schutz – Alle Einwohner und Einwohnerinnen von Aschaffenburg, besonders hitzevulnerable Gruppen, werden über gesundheitliche Auswirkungen der Hitze informiert und durch eigenverantwortlich umsetzbare Maßnahmen geschützt.
- Hitzeschutz in sozialen Einrichtungen – Soziale Einrichtungen werden für Hitzeereignisse vorbereitet und entwickeln entsprechende Schutzkonzepte.
- Hitzeresilienz städtischer Gebäude – Bei Neubauten und Sanierungen wird Hitzeschutz berücksichtigt (Beschattung, Fassadengestaltung, Begrünung etc.).
- Verbesserung der Aufenthaltsqualität – Öffentliche Plätze in Aschaffenburg sollen durch schattige Bereiche, Trinkbrunnen, Bäume und Grünflächen aufgewertet werden.
Diese Ziele können nur durch eine intensive Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft erreicht werden.
Zentrale Maßnahmen und Umsetzung
Der Hitzeaktionsplan gliedert alle Maßnahmen in drei zeitliche Bereiche:
- Vorbereitend: Bildungs- und Informationskampagnen, Sensibilisierung und Aufbau eines Hitzeschutznetzwerks.
- Akut: Schutzmaßnahmen bei bevorstehenden Hitzewellen (z. B. Warnsysteme, Bereitstellung kühler Räume).
- Langfristig: Stadtplanung mit Fokus auf Klimaresilienz, nachhaltige Bebauung und Aufwertung von Grünflächen.
Wie Sie sich beteiligen können
Die Stadt Aschaffenburg lädt alle Bürger und Bürgerinnen ein, sich aktiv am Hitzeaktionsplan zu beteiligen:
- Teilnahme an der Bürgerwerkstatt 14. April hier geht es zur Anmeldung
- Einbringen lokaler Ideen und Erfahrungen zur Karte der kühlen Orte
- Nutzung des kommunalen Hitzeportals für Infos, Tipps und Warnungen