Delegation aus Partnerstadt Bo zu Gast in Aschaffenburg
Eine Delegation aus der Partnerstadt Bo in Sierra Leone hat die Stadt Aschaffenburg besucht, um die politischen Beziehungen sowie die Projektzusammenarbeit zwischen den Stadtverwaltungen nachhaltig zu vertiefen. Im Zentrum des mehrtägigen Aufenthalts standen die Unterzeichnung einer neuen Interessenerklärung zur thematischen Zusammenarbeit im Bereich nachhaltigen Entwicklung sowie konkrete Fachgespräche über künftige, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Projekte.
Der Verwaltungsleiter des Stadtrats Bo, Herr Henry Powell, und die stellvertretende Verwaltungsleiterin, Frau Haja Halimah Lukay, wurden von Oberbürgermeister Markus Schlemmer offiziell im Rathaus begrüßt.
Es ist beabsichtigt, bis Ende 2026 eine gemeinsame Arbeitsgruppe zu gründen. Diese soll sich aus Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtrats sowie der Zivilgesellschaft zusammensetzen, um die anstehenden Partnerschaftsprojekte strategisch zu steuern. Die inhaltlichen Schwerpunkte der künftigen, BMZ-geförderten Kooperationen liegen auf dem Ausbau nachhaltiger Infrastruktur, der Schaffung wirtschaftlicher Impulse für die lokale Gemeinschaft, der Erfüllung grundlegender Bedürfnisse sowie der Förderung von Geschlechtsgerechtigkeit.
Neben den politischen Gesprächen absolvierte die Delegation ein praxisorientiertes Fachprogramm. Angesichts des großen Interesses an einer stabilen Trinkwasserversorgung besichtigten die Gäste die Wasseraufbereitungsanlage der Stadt Aschaffenburg. Zudem besuchten sie die Mozart-Grundschule in Obernau, die bereits seit 2024 eine aktive Schulpartnerschaft mit der Holy-Rosary-Schule in Bo City pflegt.
Im Anschluss an die Termine in Aschaffenburg reiste die Delegation gemeinsam mit Helmut Maier, dem Leiter des Amts für Sport, Gesundheit und Städtepartnerschaften und Gustavo Partel, Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Aschaffenburg, weiter nach Bonn. Dort nahmen die Vertreter am Netzwerktreffen der deutsch-westafrikanischen Kommunalpartnerschaften teil. Die von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) organisierte Konferenz bot wertvollen Raum für die fachliche Beratung und den direkten Erfahrungsaustausch mit Kommunen aus beiden Regionen.