Junge Menschen wollen Aschaffenburg mitgestalten
Jugendbefragung 2026: Stadt bedankt sich für die tolle Beteiligung
Jugendliche in Aschaffenburg wünschen sich mehr Möglichkeiten zur Beteiligung und mehr frei zugängliche Orte für Sport, Begegnung und Freizeit. Gleichzeitig fühlen sich viele mit ihrer Meinung bislang zu wenig gehört. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Stadt Aschaffenburg. Die Stadt bedankt sich herzlich bei allen Jugendlichen, die sich die Zeit genommen haben, ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen einzubringen. Ihre Rückmeldungen geben wichtige Hinweise darauf, was junge Menschen in Aschaffenburg bewegt und wo sie sich Veränderungen wünschen.
Wie erleben junge Menschen Aschaffenburg? Was läuft gut und was sollte sich verändern? Mit diesen Fragen hatte sich die Stadt im Juli 2026 an junge Menschen zwischen 13 und 17 Jahren gewandt. Von den 3.102 eingeladenen Jugendlichen nahmen 709 an der Umfrage teil. Das ist – im Vergleich mit ähnlichen Umfragen – eine sehr guten Beteiligung von 23 Prozent.
Insgesamt sind die Teilnehmenden mit den Freizeitangeboten in Aschaffenburg zufrieden: 44 Prozent vergaben dafür drei, 25 Prozent vier und 6 Prozent fünf Sterne. Besonders gut schneidet die Freizeitwelt mit ihren Schwimmbädern und der Eishalle ab. Noch besser sind die Werte beim Verhältnis zur eigenen Familie: 30 Prozent geben vier und 54 Prozent sogar fünf Sterne. Gleichzeitig zeigt sich beim Thema Beteiligung ein deutliches Spannungsfeld: 63 Prozent haben nicht oder eher nicht das Gefühl, dass ihre Meinung in Aschaffenburg und in der Politik zählt. Nur 15 Prozent sehen das anders.
Der Wunsch, sich einzubringen, ist groß. 56 Prozent möchten mitentscheiden, wie Schulen gestaltet und bei der Planung neuer Parks-, Sport- und Freizeitanlagen beteiligt werden. Auch Respekt und der Umgang miteinander (41 Prozent) sowie das Wohlbefinden junger Menschen (35 Prozent) sind wichtige Themen.
Besonders deutlich sind Wünsche nach mehr Angeboten im öffentlichen Raum: 59 Prozent wünschen sie mehr Treffpunkte im Freien, 57 Prozent mehr Sportmöglichkeiten und freie Sportflächen. 41 Prozent wünschen sich Orte zum Entspannen und Rückzugsräume. Jugendliche äußern damit nicht nur Bedarf nach organisierten Angeboten, sondern auch nach Orten, die sie eigenständig nutzen können. Gleichzeitig sind viele Freizeitangeboten bei jungen Menschen noch wenig bekannt. Je nach Angebot geben 64 bis 88 Prozent an, noch nie davon gehört zu haben. Bekannter dagegen sind das JUKUZ mit 53 Prozent und der Zirkus Namenlos mit 55 Prozent.
Die Ergebnisse werden nun gemeinsam mit dem Jugendparlament ausgewertet und in den Jugendhilfeausschuss eingebracht. Ziel ist es, daraus konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen abzuleiten.
Die Jugendbefragung zeigt klar: Junge Menschen haben konkrete Ideen für ihre Stadt und wollen bei der Gestaltung Aschaffenburgs stärker beteiligt werden.