Nicht füttern, nicht jagen

Der Waschbär breitet sich deutschlandweit rasant aus und ist auch in Aschaffenburg zunehmend anzutreffen. Das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz informiert über den richtigen Umgang mit den Tieren.

Um Waschbären nicht anzulocken und Konflikte zu vermeiden, können bereits einfache Maßnahmen helfen:

  • Waschbären nicht füttern. Durch die Fütterung verlieren sie ihre natürliche Scheu und werden gezielt in den Siedlungsbereich gelockt.
  • Mülltonnen und Kompostbehälter geschlossen halten und gegen das Öffnen sichern (Abschließen oder Beschweren).
  • Tierfutter für Haustiere nicht über Nacht im Freien stehen lassen.
  • Obst und Beeren möglichst zeitnah ernten und Fallobst regelmäßig aufsammeln.
  • Stämme von Obstbäumen mit Metallmanschetten gegen das Hochklettern sichern.
  • Vogelfutter so anbringen, dass es für Waschbären möglichst nicht erreichbar ist.
  • Potenzielle Einstiegsmöglichkeiten in Dachböden oder Nebengebäude verschließen, zum Beispiel durch eine Kletterabwehr an Fallrohren.

Waschbären unterliegen dem Jagdrecht. Ausschließlich hierzu befugte Personen dürfen die Tiere im Rahmen der geltenden jagdrechtlichen Vorschriften fangen oder erlegen. Bei Fragen oder Problemen im Zusammenhang mit Waschbären steht die Untere Jagdbehörde im Ordnungs- und Straßenverkehrsamt der Stadt Aschaffenburg unter der E-Mail-Adresse waffenbehoerde@aschaffenburg.de zur Verfügung.

Für die Beratung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Abwehr von Waschbären können auch Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden.

Hintergrund

Ursprünglich stammt der Waschbär aus Nordamerika. In Deutschland zählt er zu den etablierten gebietsfremden Tierarten. Aufgrund seiner hohen Anpassungsfähigkeit besiedelt er sowohl Wälder als auch Siedlungsbereiche, wo er leicht zugängliche Nahrungsquellen und geeignete Unterschlupfmöglichkeiten findet. Auch wenn Waschbären auf den ersten Blick niedlich und harmlos wirken, können sie erhebliche Probleme verursachen.

Waschbären sind Allesfresser und erbeuten unter anderem Eier und Jungtiere boden- und höhlenbrütender Vögel sowie Amphibien, Reptilien und andere Kleintiere. Besonders in Lebensräumen mit seltenen oder bereits gefährdeten Arten kann dies den Druck auf heimische Tierbestände zusätzlich erhöhen. Auch im Siedlungsbereich können Waschbären Probleme verursachen, etwa wenn sie Dachböden, Garagen oder Schuppen als Unterschlupf nutzen und dabei Schäden an Gebäuden verursachen. Da sie zudem Krankheitserreger und Parasiten übertragen können, sollte der direkte Kontakt mit den Tieren und ihren Hinterlassenschaften vermieden werden.

Mehr Infos unter www.aschaffenburg.de/Invasive-Arten

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