Stadt Aschaffenburg setzt ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung
Aschaffenburg beteiligt sich an der internationalen Earth Night am Freitag, 11. September, und setzt damit ein Zeichen für einen bewussten und umweltverträglichen Umgang mit künstlichem Licht. Im Rahmen der Aktion wird die Außenbeleuchtung folgender Aschaffenburger Sehenswürdigkeiten und Objekte in der Nacht abgeschaltet: Schloss Johannisburg, Pompejanum, Stiftskirche, Sandkirche und die LED-Akzentbeleuchtung entlang der Ebertbrücke. Damit möchte die Stadt auf die zunehmende Lichtverschmutzung und deren Auswirkungen auf Mensch, Natur und Artenvielfalt aufmerksam machen.
Künstliches Licht kann die natürlichen Lebensbedingungen zahlreicher nachtaktiver Tierarten erheblich beeinflussen. Vor allem Insekten werden von Lichtquellen angezogen und in ihrem natürlichen Verhalten gestört. Auch für den Menschen ist die natürliche Dunkelheit von Bedeutung. Künstliches Licht in den Abend- und Nachtstunden kann den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus nachteilig beeinflussen und dadurch das Einschlafen und die Qualität des Schlafs beeinträchtigen. Eine möglichst dunkle Nacht unterstützt daher die natürliche Erholung des Körpers und trägt zu einem gesunden Schlaf bei.
Die Reduzierung vermeidbarer nächtlicher Beleuchtung ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt und der menschlichen Gesundheit und zugleich eine Möglichkeit, die Öffentlichkeit für die Folgen zunehmender Lichtverschmutzung zu sensibilisieren.
Die Stadt Aschaffenburg hat sich mit der Erarbeitung und Einführung ihrer Lichtleitlinie im Jahr 2025 bereits intensiv und interdisziplinär mit dem Thema auseinandergesetzt. Die städtische Lichtleitlinie setzt einen klaren Rahmen für einen bewussten, bedarfsgerechten und umweltverträglichen Umgang mit künstlichem Licht. Dabei werden die Belange des Umwelt- und Artenschutzes mit den Anforderungen an Sicherheit, Nutzbarkeit, Stadtgestaltung, technische Umsetzbarkeit und Energieeffizienz miteinander in Einklang gebracht.
Die Earth Night findet jedes Jahr im September statt. Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Menschen für die zunehmende Aufhellung der Nacht durch künstliches Licht – die sogenannte Lichtverschmutzung – zu sensibilisieren. „Die Stadt Aschaffenburg unterstützt dieses Anliegen und lädt auch Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und weitere Akteure dazu ein, den eigenen Umgang mit nächtlicher Beleuchtung kritisch zu betrachten und, wo möglich, auf nicht notwendige Beleuchtung zu verzichten“, so Oberbürgermeister Markus Schlemmer.
Am Dienstag, 1. Dezember, findet um 18 Uhr ein Vortrag zum Thema Lichtverschmutzung mit anschließender astronomischer Führung in der vhs, Luitpoldstraße 2, statt.