Glasfaserinfrastruktur

Städtisches Ziel: Flächendeckender Glasfaserausbau

Die Chancen der Digitalisierung sind dann nutzbar, wenn die infrastrukturellen Voraussetzungen gegeben sind. Ziel der Stadt Aschaffenburg ist daher ein flächendeckender Glasfaserausbau. 70,4% der Aschaffenburger Haushalte können sich aktuell bei Bedarf an das Glasfasernetz anschließen lassen. Dies trifft nahezu auf die komplette Innenstadt sowie große Teile der angrenzenden Stadtteile zu. Das ist in der Metropolregion FrankfurtRheinMain mit insgesamt 25 kreisfreien Städten und Landkreisen der Spitzenwert. Bei der Glasfaseroption für Unternehmen sieht es in der Stadt Aschaffenburg noch besser aus: 76,5% aller Unternehmen haben eine Glasfaseroption. Die Stadt Aschaffenburg landet auch hier im Vergleich mit den Kommunen der Metropolregion auf dem ersten Platz (vgl. Regionalverband FrankfurtRheinMain (2024): Regionales Monitoring Digitalisierung).

Anfang der 2020er Jahre kam der Ausbau der öffentlich zugänglichen Glasfaserinfrastruktur in den Gewerbe- und Industriegebiete deutlich voran. Die Gebiete Würzburger Straße Nord und Süd, Hafengelände, Nilkheim Ost und Strietwald wurden privatwirtschaftlich mit Glasfaser ausgebaut. Das Gewerbe- und Industriegebiet Obernau/Bollenwald wurde bereits vor längerem mit bayerischen Breitbandmitteln erschlossen.

Für die Gewerbe- und Industriegebiete Damm Ost und Nilkheim West laufen Breitbandförderverfahren mit Bundes- und Landesmitteln: Die Stadtwerke errichten im Auftrag der Stadt Aschaffenburg in den beiden Gebieten die passive Glasfaserinfrastruktur. Während das Glasfasernetz im Gewerbegebiet Nilkheim West zwischenzeitlich in Betrieb gegangen ist, verzögert sich das Projekt Damm Ost erheblich. Aktuelle Informationen unter: www.stwab.de/Service/Glasfasernetz. Für das Gewerbegebiet Ebersbacherstraße liegt seit Ende 2025 ein Zuwendungsbescheid für die Erschließung mit Glasfaserinfrastruktur vor. Die Deutsche Telekom wird bis Mitte 2029 das dortige Glasfasernetz errichten. Nach Abschluss dieser Fördermaßnahmen werden alle 8 großen Gewerbe- und Industriegebiete mit öffentlich zugänglicher Glasfaserinfrastruktur versorgt sein. 

Die aktuelle Förderlandschaft schließt eine geförderte Glasfasererschließung von Bereichen, die mit Kabelfernsehinfrastruktur versorgt sind, aus. Diese Konstellation findet sich nahezu flächendeckend in den Stadtteilen Obernau und Strietwald sowie in Teilen von Nilkheim und Schweinheim, dem Wohngebiet Godelsberg sowie dem Gewerbegebiet Mörswiesenstraße.

Der städtische Digitalisierungs- und Organisationssenat hat zuletzt im März 2024 seinen Auftrag an die Verwaltung erneuert, das Ziel einer flächendeckenden Versorgung des Stadtgebiets auch mit Hilfe von Fördergeldern weiterzuverfolgen.

Ergebnis Markterkundung 2022: Übersicht der Breitbandverfügbarkeit und Ausbaukulisse Quelle: Dr. Först Consult

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