Deutsch-Französischer Tag

Ausstellung im Rathaus zur deutsch-französischen Geschichte

Zum Deutsch-Französischen Tag am 22. Januar feiert eine Ausstellung zur deutsch-französischen Geschichte im Lichthof des Aschaffenburger Rathauses die grenzüberschreitende Freundschaft beider Länder.
Auf Deutsch und Französisch werden die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung der Beziehung von einer "Erbfeindschaft" zum "Motor Europas" präsentiert. Dazu zählen bedeutende Konflikte, etwa der deutsch-französische Krieg oder der Kampf um das Grenzgebiet Elsass-Lothringen, und entscheidende Momente der Zusammenarbeit, wie der Elysee-Vertrag oder die Gründung des deutsch-französischen Bürgerfonds.
Den Deutsch-Französischen Tag haben Gerhard Schröder und Jacques Chirac 2003 ins Leben gerufen. Die Stadt Aschaffenburg gehört zu den Organisationen, die sich dafür engagieren, die französische Sprache und Kultur zu vermitteln und Austauschprojekte zu organisieren. Zum Deutsch-Französischen Tag trägt sie mit dieser Ausstellung bei. Gefördert wird die Aktion vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds.
Die Ausstellung wurde vom Amt für Sport, Gesundheit und Städtepartnerschaften organisiert und ist bis 31. Januar während der Öffnungszeiten des Rathauses, Dalbergstraße 15,  zu sehen.

Der Deutsch-Französische Tag

Der Deutsch-Französische Tag findet jedes Jahr am 22. Januar statt – ein ganz besonderes Datum in der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen:

Am 22. Januar 1963 unterzeichnen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag – die Geburtsurkunde des Deutsch-Französischen Jugendwerks.
Am 22. Januar 2003 rufen Gerhard Schröder und Jacques Chirac den ersten Deutsch-Französischen Tag ins Leben.
Am 22. Januar 2019 bekräftigen Angela Merkel und Emmanuel Macron mit dem Vertrag von Aachen die enge Zusammenarbeit beider Länder und beschließen unter anderem die Gründung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds.

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds berät, vernetzt und finanziert Projekte, die die deutsch-französische Freundschaft und Europa in der Breite der Bevölkerung erlebbar machen. Er fördert eine Vielzahl an Formaten und Themen, ist niedrigschwellig und steht allen Akteuren der Zivilgesellschaft offen.
Der Bürgerfonds geht auf den im Jahr 2019 zwischen Deutschland und Frankreich geschlossenen Vertrag von Aachen zurück und wurde im April 2020 errichtet. Seitdem hat er mehr als 3.600 deutsch-französische Projekte unterstützt. Umgesetzt wird der Bürgerfonds vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW); finanziert wird er zu gleichen Teilen von der Bundesregierung und der französischen Regierung.